Einäscherung: Ablauf und Dauer einer Kremierung

Immer häufiger entscheiden sich Menschen aus unterschiedlichen Gründen bereits zu Lebzeiten für eine Einäscherung nach dem Tod – zum Beispiel, weil im Rahmen einer Urnenbestattung die Kosten für die Grabpflege oft geringer sind als die Grabpflegekosten für ein größeres Sarggrab. Für eine Feuerbestattung muss der Leichnam des Verstorbenen zunächst in ein Krematorium überführt und dort eingeäschert werden.


Einäscherung: Das Wichtigste in Kürze

  • Es ist ratsam, den Wunsch für eine Einäscherung nach dem Tod bereits zu Lebzeiten schriftlich zu fixieren. Zu diesem Zweck gibt es die sogenannte Kremationsverfügung.
  • Liegt keine entsprechende Verfügung vor, entscheiden die bestattungspflichtigen Angehörigen über die Bestattungsart.
  • Die Kosten für die Einäscherung in einem Krematorium sind nur ein Teil der Gesamtkosten für eine Feuerbestattung.

Was ist eine Einäscherung bzw. Kremierung?

Unter einer Einäscherung oder auch Kremierung versteht man den Prozess, während dem der Leichnam einer verstorbenen Person im Krematorium verbrannt wird. Die Einäscherung erfolgt stets in einem Sarg und ist Voraussetzung für verschiedene Varianten der Feuerbestattung, etwa die Seebestattung oder die Baumbestattung.

Einäscherung Kosten

Was kostet eine Einäscherung im Krematorium?

Ob Baumbestattung, Luftbestattung oder Seebestattung – für all diese Formen der Urnenbeisetzung bzw. Feuerbestattung kommen zu den Bestattungskosten in jedem Fall die Kosten für die Kremation hinzu. Im Schnitt liegen diese zwischen 300 und 600 Euro, wobei es Abweichungen geben kann. So kann der Preis für eine Kremierung von Region zu Region schwanken oder auch davon abhängig sein, ob ein privates oder kommunales Krematorium mit der Einäscherung beauftragt wird. Wenn Sie mehr über die Kosten einer Feuerbestattung erfahren möchten, klicken Sie einfach auf den folgenden Button:

Feuerbestattung Kosten

Ablauf einer Einäscherung

Zweite Leichenschau

Nachdem der Verstorbene durch den Bestatter hygienisch versorgt und eingekleidet wurde, wird der Leichnam in das Krematorium überführt. Vor der Einäscherung muss zunächst die zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt erfolgen, welcher eine unnatürliche Todesursache zweifelsfrei ausschließen muss, damit der Verstorbene eingeäschert und beigesetzt werden kann.

Abschiednahme vor der Einäscherung

Einige Krematorien bieten Angehörigen die Möglichkeit, sich vorab vom Verstorbenen zu verabschieden und der Einäscherung beizuwohnen – dies sollte im Vorfeld mit dem Bestatter besprochen werden, damit ein Krematorium ausgewählt werden kann, das diese Option anbietet.

Die Kremierung

Der Leichnam wird in einem Sarg bei einer Temperatur von nahezu 1.200 Grad Celsius eingeäschert. Zudem liegt während der Einäscherung ein sogenannter Schamottstein mit einer Identifikationsnummer neben dem Sarg. Dieser ist feuerresistent und ermöglicht die eindeutige Identifizierung des Verstorbenen, sodass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Nicht verbrannte Überreste wie Knochenteile, Implantate und Zähne werden zermahlen und zusammen mit der Asche in eine Urne gefüllt.

Wie lange dauert eine Einäscherung?

Die Kremationsdauer an sich ist abhängig vom Körpergewicht des Verstorbenen, liegt jedoch in der Regel bei ungefähr 90 Minuten.

Die Kremationsdauer an sich ist abhängig vom Körpergewicht des Verstorbenen, liegt jedoch in der Regel bei ungefähr 90 Minuten. Die nach der Einäscherung verbliebene Asche des Verstorbenen wiegt etwa 3 Kilogramm und wird in eine Aschekapsel gefüllt. Diese wird dann in eine Urne gelegt, die später beigesetzt wird.

Was ist eine Kremationsverfügung?

Die Einäscherung zu Lebzeiten regeln

Wenn es bereits zu Lebzeiten der ausdrückliche Wunsch ist, nach dem Tod für die eigene Bestattung eingeäschert zu werden, empfiehlt es sich, seinen Willen schriftlich zu dokumentieren. Hierfür gibt es die sogenannte Kremationsverfügung. In diesem Dokument kann schriftlich der Wunsch zur Einäscherung fixiert werden.

Aufbewahrung der Kremationsverfügung

Nach dem Aufsetzen des Dokumentes sollte die Kremationsverfügung an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Es empfiehlt sich, Angehörige über den Aufbewahrungsort zu informieren, damit die Verfügung schnell auffindbar ist. Ebenso ist ein offenes Gespräch über den eigenen Bestattungswunsch empfehlenswert, denn kommt es zum Todesfall, dann wissen Angehörige welche Wünsche der Verstorbene für die eigene Bestattung gehabt hat.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Einäscherung?

Die Kosten für eine Einäscherung im Krematorium liegen durchschnittlich zwischen 300 und 600 Euro. Dieser Kostenfaktor macht nur einen Teil der gesamten Kosten für eine Feuerbestattung aus.

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