Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Dieser Tage überschlagen sich weltweit die Berichterstattungen zum Thema Coronavirus. Die Zahl der Infizierten wächst stetig und es werden nicht nur von der Deutschen Bundesregierung adäquate Maßnahmen getroffen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Beispielsweise sind öffentliche Veranstaltungen wie Messen, Stadtfeste aber auch Gottesdienste untersagt, um soziale Kontakte und damit das Ansteckungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Die derzeitige Situation geht auch an der Bestattungsbranche und Angehörigen, die einen akuten Trauerfall in der Familie haben, nicht vorbei. Denn es stellen sich, vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus, zahlreiche Fragen hinsichtlich aktueller Bestattungen: Dürfen beispielsweise Trauerfeiern stattfinden?

Wir haben auf unserer Seite die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema für Sie zusammengestellt.

Allgemeine Fragen zum Coronavirus

Was ist das Coronavirus?

Das Coronavirus ist eine Virusfamilie, der zahlreiche Viren angehören. Betrachtet man die Viren unter dem Mikroskop, haben sie alle eines gemeinsam: Sie sehen aus wie kleine Kronen oder Kränze. Daher leitet sich auch der Name der Viren ab. Denn das lateinische Wort "Corona" verweist auf die Form einer Krone oder eines Kranzes.

Spezielle Viren der Familie verursachen virale Erkrankungen wie beispielsweise Lungenkrankheiten. Die aktuelle Pandemie ist ebenfalls durch ein Virus der Coronafamilie verursacht worden - COVID-19.

Was bedeutet COVID-19?

COVID-19 ist eine Abkürzung für das Coronavirus, das die dezeitige Pandemie verursacht. Die ausführliche Bezeichnung für COVID-19 lautet "corona virus disease 2019", was ins Deutsche übersetzt "Coronavirus-Krankheit-2019" bedeutet. Die Zahl am Ende der Abkürzung verweist auf das erstmalige Auftreten der Erkrankung im Jahr 2019.

Was bedeutet Inkubationszeit?

Zwischen der Ansteckung mit einem Krankheitserreger und dem ersten Auftreten von Symptomen vergeht eine gewisse Zeit. Diese nennt man Inkubationszeit.

Wie lang ist die Inkubationszeit des Coronavirus?

Es ist nicht eindeutig geklärt, wie lang die Inkubationszeit des Coronavirus ist. Laut aktuellen Angaben des Robert-Koch-Institus (RKI) beträgt die Inkubationszeit bis zu 14 Tage. Berichten chinesischer Forscher zufolge kann sich die Inkubationszeit des Virus auf 24 Tage ausdehnen.

Was für Symptome können auftreten?

Folgende Symptome können auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen:

  •     Fieber
  •     Trockener Husten und Sputum (Auswurf)
  •     Abgeschlagenheit
  •     Atemprobleme wie Kurzatmigkeit
  •     Kau- und Kiefergelenkschmerzen
  •     Kopfschmerzen
  •     Halsschmerzen
  •     Schüttelfrost
  •     Übelkeit/Erbrechen
  •     verstopfte Nase
  •     Durchfall

Soziale Kontakte (Stand vom 23.03.2020)

Darf man sich derzeit mit der Familie oder mit Freunden treffen?

Aufgrund der derzeitigen Entwicklung der Corona-Krise sind auf Grundlage der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 Ansammlungen von mehr als 2 Personen untersagt. Ausgenommen sind:

  1. Verwandte in gerader Linie,
  2. Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen,
  3. die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen,
  4. zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen,
  5. bei der bestimmungsgemäßen Verwendung zulässiger Einrichtungen unvermeidliche Ansammlungen (insbesondere bei der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs).

Hygienetipps

Schützt das Händewaschen vor dem Coronavirus?

Viele Infektionskrankheiten werden über die Hände übertragen, so auch das Coronavirus. Das gründliche Händewaschen trägt dazu bei, die Anzahl der Keime und Viren auf den Handflächen zu reduzieren, wodurch das Ansteckungsrisiko minimiert wird.

Wann sollten die Hände gewaschen werden?

Die Hände sollten immer dann gewaschen werden:

  • nach dem nach Hause kommen
  • nach dem Besuch der Toilette
  • nach dem Wechseln von Windeln oder wenn Sie Ihrem Kind nach dem Toilettengang bei der Reinigung geholfen haben
  • nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • nach dem Kontakt mit Abfällen
  • nach dem Kontakt mit Tieren, Tierfutter oder tierischem Abfall
  • vor den Mahlzeiten
  • vor dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika
  • vor und nach der Zubereitung von Speisen sowie öfter zwischendurch, besonders wenn Sie rohes Fleisch verarbeitet haben
  • vor und nach dem Kontakt mit Kranken
  • vor und nach der Behandlung von Wunden

Wie sollten die Hände gewaschen werden?

  1. Die Hände zunächst unter fließendes Wasser halten.
  2. Die Hände circa 20 bis 30 Sekunden lang gründliche einseifen - sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume, Daumen und auch die Fingernägel.
  3. Die Hände unter fließendem Wasser abspülen. In öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns Einweghandtücher oder den Ellenbogen verwenden.
  4. Abschließend die Hände sorgfälltig abtrocknen, auch in den Fingerzwischenräumen.

 

Sollte nach dem Händewaschen zusätzlich ein Desinfektionsmittel benutzt werden?

Im privaten Umfeld ist eine Händedesinfektion im Allgemeinen nicht erforderlich. Für sichtbar schmutzige Hände sind Desinfektionsmittel nicht geeignet. Bei erhöhtem Infektionsrisiko kann es sinnvoll sein, nach dem Händewaschen die Hände zu desinfizieren. Dazu zählen Fälle, in denen beispielsweise Familienmitglieder mit dem Coronavirus infiziert sind. Auch wenn abwehrgeschwächte Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko im Haushalt leben oder pflegebedürftige Angehörige versorgt werden, kann eine Händedesinfektion in bestimmten Situationen sinnvoll sein.
Bei einem Besuch im Krankenhaus sollten beim Betreten und Verlassen der Krankenstation die Hände ebenfalls desinfiziert werden.

Was sollte beim Niesen und Husten beachtet werden?

Um keine Krankheitserreger wie das Coronavirus weiterzuverbreiten und andere vor Ansteckung zu schützen, sollten Erkrankte die Regeln der sogenannten Husten-Etiquette beachten, die auch beim Niesen gilt:

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60°C gewaschen werden.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.

Wie wird Desinfektionsmittel richtig angewendet?

Die Mittel müssen richtig ausgewählt und eingesetzt werden, da sie ansonsten unwirksam sind. Falsch verwendet können Desinfektionsmittel möglicherweise sogar dazu führen, dass Krankheitserreger unempfindlich gegenüber den Wirkstoffen werden.

  • Ganz wichtig: Die empfohlenen Einwirkzeiten müssen beachtet werden, damit das Desinfektionsmittel seine volle Wirkung entfalten kann.
  • Desinfektionsmittel sollte nicht verdünnt werden, da die Wirkung sonst beeinträchtigt wird.
  • Da auch Desinfektionsmittel nur eine begrenzte Haltbarkeit haben, sollte auf das Haltbarkeitsdatum geachtet werden.
  • Nicht jedes Desinfektionsmittel wirkt gegen jeden Krankheitserreger. Es gibt Mittel, die zum Beispiel wirksam Bakterien bekämpfen, aber bestimmten Virusarten gar nichts anhaben können. Es ist also wichtig, das richtige Mittel einzusetzen. „Viruzid“ wirksame Desinfektionsmittel können beispielsweise den größten Teil der Viren unschädlich machen (z.B. bei Norovirus-Infektionen), bei „begrenzt viruziden“ Produkten wird nur der Teil der empfindlicheren behüllten Viren abgedeckt..
  • Wenn tatsächlich notwendig, sollten am besten zertifizierte Desinfektionsmittel aus der Apotheke verwendet werden.
  • Wenn Flächendesinfektionsmittel eingesetzt werden, ist es meist besser, Einwegtücher zu verwenden. Putzlappen müssen häufig gewechselt werden und bei mindestens 60 °C gewaschen werden. Für die einzelnen Bereiche (Toilette, Küche) sollten unbedingt verschiedene Wischlappen verwendet werden, um eine evtl. Weiterverbreitung der Erreger über die Flächen zu vermeiden.
  • Hinweis: Wichtige Stellen für eine Flächendesinfektion sind insbesondere diejenigen Stellen, die von mehreren Menschen angefasst werden wie z.B. Spültasten von Toiletten, Wasserhähne, Türklinken, ggf. Lichtschalter.
  • Händedesinfektionsmittel müssen in die trockene Hand eingerieben werden und dürfen nicht anschließend mit Wasser abgespült werden.

Trauerfeiern & Beerdigungen in der Corona-Krise (Stand vom 23.03.2020)

Dürfen Trauerfeiern aktuell stattfinden?

Trotz aller Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen, Abschied und Trauer ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig! Bestattungen sind ausdrücklich vom Kontaktverbot ausgenommen. Leider können diese jedoch nur noch unter Berücksichtigung des § 11 Abs. 4 CoronaSchVO erfolgen. D.h. bei der Bestattung ist der Kreis der Teilnehmer auf den engsten Familienkreis/Freundeskreis zu beschränken und die dort genannten hygienischen Mindestanforderungen zu beachten.

Die konkreten Bedingungen (Handlungsrahmen, zulässige Personen /-anzahl) erfahren Sie bei Ihrem Bestatter vor Ort. Unter der Bestattersuche auf www.bestatter.de finden Sie regionale Bestatter unter Eingabe von Ort oder Postleitzahl.

Welche Verhaltensregeln sollten derzeit auf Trauerfeiern eingehalten werden?

Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollte bei Trauerfeiern auf körperliche Gesten der Kondolenz und Anteilnahme verzichtet werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Umarmungen
  • Küsse
  • Händeschütteln

Auch auf dem Friedhof sollte die 1,5 Meter Abstandsregel gelten.

Sind derzeit Totengebete im Rahmen von Gottesdiensten erlaubt?

Laut der am 22.03.2020 erlassenen und am 23.03.2020 in Kraft getretenen Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, kurz CoronaSchVO, sind Versammlungen zur Religionsausübung untersagt. Zulässig sind jedoch weiterhin Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familienkreis, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern eingehalten werden.

Sind derzeit bestimmte Bestattungsarten untersagt?

Die Bestattungsarten Erdbestattung und Feuerbestattung bleiben derzeit frei wählbar. Angehörige können daher weiterhin entscheiden, ob sie Verstorbene in einem Sarg beerdigen, oder in einer Urne beisetzen lassen möchten.

Wie sollte die Sitzordnung auf Trauerfeiern geregelt werden?

Die Sitzplätze für Trauergäste sollten möglichst weit auseinander liegen. Auch hier sollte ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten werden.

Sollten zur Trauerfeier Kondolenzlisten ausgelegt werden, in die sich Trauergäste eintragen können?

Verschiedene Städte fordern derzeit dazu auf, bei Trauerfeiern eine Teilnehmer- bzw. Kondolenzliste zu führen, damit bei einer eventuellen Erkrankung eines Teilnehmers der Infektionsweg nachverfolgt werden kann bzw. andere potenziell Betroffene informiert werden können. 

Besteht die Möglichkeit alternativer Trauerfeiern?

Trotz aller Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen, Abschied und Trauer ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig! Die Bestattungsunternehmen unter dem Dach des BDB haben für trauernden Angehörigen alternative Angebote.

Wenigstens der engste Kreis der Familie sollte an einer Trauerfeier vor Ort bzw. auf dem Friedhof am Grab (unter freiem Himmel) teilnehmen können. Folgendes sollte im Einzelfall mit den Angehörigen gemeinsam überlegt werden:

  • Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findest zunächst im engsten Kreis statt, die größere Trauerfeier/Gedenkfeier später, wenn die Corona-Krise vorbei ist. Hierauf sollte dann auch schon in Anzeigen und Trauerbriefen hingewiesen werden.
  • Auch Online-Übertragungen der Trauerfeier über das Internet können, wenn die technischen Voraussetzungen bestehen, eine Alternative sein. Oder man lässt die Trauerfeier als Video aufzeichnen, so dass der Film später, zum Beispiel bei einer Gedenkveranstaltung, gemeinsam angesehen werden kann.

Hinweis:
Sollte sich die Risikoeinschätzung ändern, können Trauerfeiern aber ebenfalls kurzfristig untersagt werden. Beachten Sie die Hinweise der Friedhofsträger vor Ort. Schließungen der Trauerhallen und/oder Absagen von bereits geplanten Trauerfeiern können jederzeit erfolgen!

Welche Regelungen für Trauerfeiern gelten bundesweit?

In welchem Rahmen Trauerfeiern stattfinden dürfen, ist von Bundesland zu Bundesland anders geregelt. Die derzeitigen Bestimmungen der einzelnen Bundesländer haben wir auf dieser Seite unter dem Punkt "Gesetzliche Regelungen hinsichtlich Bestattungen und Trauerfeiern" für Sie zusammengefasst. Für weitere Infomationen zur Ausrichtung von Trauerfeiern können Sie Ihren Bestatter vor Ort kontaktieren.

Gesetzliche Regelungen hinsichtlich Bestattungen und Trauerfeiern (Stand: 27.03.2020)

Welche bundesweiten Regelungen hinsichtlich Bestattungen und Trauerfeiern gelten?

Trotz aller Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen, Abschied und Trauer ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig! Bestattungen sind ausdrücklich vom Kontaktverbot ausgenommen. Leider können diese jedoch nur noch unter Berücksichtigung des § 11 Abs. 4 CoronaSchVO erfolgen. D.h. bei der Bestattung ist der Kreis der Teilnehmer auf den engsten Familienkreis/Freundeskreis zu beschränken und die dort genannten hygienischen Mindestanforderungen zu beachten. Die konkreten Bedingungen (Handlungsrahmen, zulässiger Personenkreis /-anzahl) erfahren Sie bei Ihrem Bestatter vor Ort. Unter der Bestattersuche auf www.bestatter.de finden Sie regionale Bestatter unter Eingabe von Ort oder Postleitzahl.

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Baden-Württemberg?

Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete sind erlaubt, wenn diese Feiern unter freiem Himmel mit nicht mehr als fünf teilnehmenden Personen stattfinden. Zusätzliche gestattete Teilnehmer sind:

  • in gerader Linie Verwandte
  • in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen
  • Ehegatten oder Lebenspartner
  • Trauerredner, Geistliche, Bestatter/innen und weitere Helfer, wenn sie mit der Trauergemeinde nicht in Kontakt stehen.

Rituelle Waschungen dürfen nur von ausgebildetem Personal vorgenommen werden und sind nur in spezialisierten Einrichtungen und unter Wahrung der maßgeblichen hygienischen Standards erlaubt. Die Teilnahme weiterer Personen bleibt untersagt. Bei Aufbahrungen in Leichenhallen und ähnlichen Einrichtungen ist eine Besichtigung der Leiche durch mehrere Personen gleichzeitig untersagt. An allen Veranstaltungen müssen die beteiligten Personen die Maßnahmen zum Infektionsschutz, insbesondere einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zur nächsten Person, einhalten. Ausnahmen vom Mindestabstand sind nur bei hilfebedürftigen Personen zulässig. Weitergehende Ge- und Verbote der Stadt- und Landkreise und der Gemeinden bleiben unberührt.“ (Verordnung des Kultusministeriums vom 02.04.2020, s. u.)

Landesverordnung

Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (in der Fassung vom 28. März 2020)

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Bayern?

Bestattungen sind nur im engsten Familien- und Freundeskreis, im Freien und unter Beachtung der Infektionsvorschriften gestattet. Rechtzeitig vor der Bestattung müssen die örtlichen Behörden informiert werden, deren Vorgaben zu berücksichtigen sind, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Für Beerdigungen im engsten Familienkreis muss derzeit keine Ausnahmegenehmigung eingeholt werden. Beerdigungen dürfen daher ohne vorherige Ausnahmegenehmigung durch die zuständige Kreisverwaltungsbehörde durchgeführt werden. Die Trauergesellschaft darf nur aus Familienmitgliedern des engsten Familienkreises bestehen. Eine Teilnahme von Dritten, insbesondere von Freunden, Bekannten und Kollegen ist nicht gestattet. Aus infektionsschutzrechtlichen Gründen ist bei der Durchführung von Beerdigungen im engsten Familienkreis ferner Folgendes zu beachten:

Teilnehmerkreis
• Die Trauergesellschaft umfasst nur den engsten familiären Kreis.
• Die Teilnehmerzahl beträgt exklusive der Bestattungsmitarbeiter und ggf. des Geistlichen oder eines Vertreters der Glaubensgemeinschaft möglichst höchstens 10, maximal jedoch 15 Personen.
• Eine Bekanntmachung des Bestattungstermins in der Presse oder in sonstiger Weise hat zu unterbleiben.
• Die Teilnahme von Personen mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegsinfektion ist nicht zulässig.

Weitere Vorgaben zur Vermeidung von Infektionen
• Die teilnehmenden Personen haben einen Abstand von 1,5 m zueinander anzustreben.
• Trauerfeiern in geschlossenen Räumen sind unzulässig.
• Mikrofone sind lediglich von einer Person zu benutzen und anschließend zu desinfizieren.
• Erdwurf und Weihwassergaben am offenen Grab sowie am aufgebahrten Sarg sind nicht zulässig.
• Offene Aufbahrungen sind nicht zulässig.
• Soweit die Möglichkeit besteht, ist ein Handdesinfektionsmittelspender sichtbar aufzu-stellen.

Im Übrigen wird weiterhin empfohlen, Bestattungen - soweit möglich - zu verschieben. Für die Bestattung von Urnen sind insoweit keine Besonderheiten zu beachten. Bei Erdbestattungen ist bei entsprechenden Kühlmöglichkeiten eine Genehmigung der Gemeinde nach § 19 Abs. 2 Satz 1 der Bestattungsverordnung einzuholen, wenn die Bestattung nicht innerhalb von 96 Stunden nach Feststellung des Todes durchgeführt wird.

Das Bestattungsgewerbe wird als systemrelevant eingestuft.

Bei Fragen im konkreten Einzelfall oder zu erforderlichen Ausnahmegenehmigungen, wenn die o.g. Kriterien nicht eingehalten werden können, wenden Sie sich bitte an die für den Ort der Bestattung zuständige Kreisverwaltungsbehörde.

Landesverordnung

 

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Berlin?

Die Begleitung Sterbender und Beerdigungen im engsten Familien- oder Freundeskreis sind weiterhin möglich – mit bis zu 10 Personen. Ob nur draußen oder auch in geschlossenen Räumen wir nicht explizit erwähnt (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Das Bestattungsgewerbe wird als systemrelevant eingestuft.

Landesverordnung

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Brandenburg?

Die Begleitung Sterbender und Beerdigungen im engsten Familien- oder Freundeskreis sind weiterhin möglich – bis zu 10 Personen, unter freiem Himmel mit Ausnahmegenehmigung des Gesundheitsamtes und Listen im Einzelfall bis zu 20 Personen (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Beerdigungen dürfen nur noch im engsten Familienkreis stattfinden. Bedingung ist, dass die erhöhten Hygienestandards und Infektionsschutzmaßnahmen berücksichtigt werden und eine Anwesenheitsliste geführt wird (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur).

Es wird derzeit darüber abgestimmt, ob das Bestattungsgewerbe systemrelevant ist.

Landesverordnung

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Bremen?

Zulässig sind Bestattungen in Anwesenheit von maximal 20 Personen (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Das Bestattungsgewerbe wird als systemrelevant eingestuft.

Informationen vom Gesundheitsamt Bremen

Amtliche Bekanntmachungen

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Hamburg?

Bei Trauerfeiern lassen die Allgemeinverfügungen grundsätzlich Ausnahmen von der Kontaktbeschränkung zu. Erlaubt sind – unter Wahrung des Abstandsgebots von 1,5 Metern – Trauerfeiern im „engen familiären Kreis“ (dazu zählen nicht nur Verwandte, sondern auch enge Freunde). Jedoch strenge Auslegung auf staatlichen Friedhöfen: Dort sind Trauerfeiern komplett untersagt, bei der Beisetzung dürfen außer dem Friedhofspersonal und dem Pastor maximal sechs Personen anwesend sein. Kirchliche Friedhöfe sind großzügiger: Dort sind Trauerfeiern in der Kapelle untersagt, unter freiem Himmel und am Grab dürfen maximal 20 Personen teilnehmen (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Wegen des neuen Kontaktverbots des Senats verschärfen auch die städtischen Friedhöfe in Hamburg ihre Bestattungsregeln. Wie ein Sprecher NDR 90,3 sagte, sind Trauerfeiern und rituelle Waschungen ab sofort nicht mehr möglich. Im Freien dürfen Beisetzungen nur noch von maximal sechs Familienmitgliedern begleitet werden. Bei Beileidsbekundungen darf es keinen Körperkontakt geben.

Es wird derzeit darüber abgestimmt, ob das Bestattungsgewerbe systemrelevant ist.

Landesverordnung

NRD: Berichterstattung vom 24.03.2020

 

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Hessen?

Trauerfeiern (in Gebäuden und unter freiem Himmel) und Bestattungen können – abhängig von den örtlichen Voraussetzungen – von den Kommunen zugelassen werden. Auch die Teilnehmerzahl hängt von den lokalen Gegebenheiten ab. Abstandsgebot: 1,5 Meter (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Es wird derzeit darüber abgestimmt, ob das Bestattungsgewerbe systemrelevant ist.

Landesverordnung

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Mecklenburg-Vorpommern?

Beisetzungen sind im engsten Familienkreis unter Beachtung der Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts und Einhaltung eines Mindestabstandes von 2 Metern möglich (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Das Bestattungsgewerbe wird als systemrelevant eingestuft.

Landesverordnung

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Niedersachsen?

Die Begleitung Sterbender und die Teilnahme an Beerdigungen sind weiterhin möglich, jedoch nur im engsten Familienkreis (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Es wird derzeit darüber abgestimmt, ob das Bestattungsgewerbe systemrelevant ist.

Erlasse und Allgemeinverfügungen

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Nordrhein-Westfalen?

Gemäß § 11 der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-VoV-2 sind Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familienkreis zulässig, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern eingehalten werden.

Zulässig sind Erd- und Urnenbestattungen im engsten Familienkreis, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern eingehalten werden (keine konkrete Höchstzahl an Teilnehmern). Trauergottesdienste in Trauerhallen und Kirchen sind grundsätzlich möglich. Es gibt keine Reglementierungen für Handlungen am offenen Grab. Allerdings gibt es in vielen Kommunen bestimmte Verordnungen, die unter anderem die Begrenzung der Teilnehmer, Trauergottesdienste im Freien etc. regeln (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Es wird derzeit darüber abgestimmt, ob das Bestattungsgewerbe systemrelevant ist. Eine entsprechende Petition wurde gestartet.

Landesverordnung

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Rheinland-Pfalz?

Bestattungen im engsten Familienkreis sind zulässig. Es gibt keine Festlegung auf eine Höchstzahl von Trauergästen (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Das Bestattungsgewerbe wird als systemrelevant eingestuft.

Landesverordnung

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Saarland?

Alle Bestattungen dürfen nur im Freien am Grab stattfinden (ohne Benutzung der Trauerhalle). Nur der engste Familienkreis sollte an Bestattungen teilnehmen (Beschränkungen auf eine konkrete Personenzahl sind von Regelungen der jeweiligen Kommune abhängig). Der Mindestabstand von 2 Metern muss eingehalten werden (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Es wird derzeit darüber abgestimmt, ob das Bestattungsgewerbe systemrelevant ist.

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Sachsen?

Bestattungen dürfen unter freiem Himmel stattfinden. An der Bestattung/Trauerfeier dürfen nahestehende Angehörige teilnehmen, bis 15 Personen (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Das Bestattungsgewerbe wird als systemrelevant eingestuft.

Amtliche Bekanntmachungen

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Sachsen-Anhalt?

An Trauerfeiern dürfen der engste Freundes- und Familienkreis, Trauerredner/Geistlicher sowie Mitarbeiter/innen des Bestattungsunternehmens teilnehmen. Der Mindestabstand von 1,5m muss eingehalten und eine Anwesenheitsliste inkl. vollständiger Anschrift und Telefonnummer geführt werden (Verwahrung durch den Veranstalter für die Dauer von vier Wochen). Personen mit Symptomen einer COVID-19 Erkrankung „oder jeglichen Erkältungssymptomen“ dürfen nicht an Trauerfeiern teilnehmen. Das gilt ebenso für Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage im Ausland waren, Kontakt zu aus dem Ausland zurückgekehrten Personen oder zu infizierten Personen hatten. Die Teilnehmer müssen über geeignete und notwendige Schutzmaßnahmen (Handhygiene etc.) aktiv informiert werden.

Es wird derzeit darüber abgestimmt, ob das Bestattungsgewerbe systemrelevant ist.

Landesverordnung

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Schleswig-Holstein?

Bestattungen sind erlaubt, sofern diese im allerkleinsten Kreis stattfinden. Trauerfeiern in Kirchen, Synagogen oder Moscheen sind nicht gestattet (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Es wird derzeit darüber abgestimmt, ob das Bestattungsgewerbe systemrelevant ist.

Landesverordnung

Landesverordnung und Erlasse

IHK: Landeverordnung und Erlasse

Welche Regelungen hinsichtlich Trauerfeiern und Bestattungen gelten in Thüringen?

Trauerfeiern müssen unter freiem Himmel am Grab stattfinden; teilnehmen dürfen nur Verwandte ersten und zweiten Grades der/des Verstorbenen, der Trauerredner oder Geistliche und das erforderliche Personal des Bestattungsunternehmens (Auskunft des Landeskirchenamts der Ev. Kirche von Westfalen, 26.03.2020).

Das Bestattungsgewerbe wird als systemrelevant eingestuft.

Landesverordnung