Beerdigungskosten und Bestattungskosten

Beerdigungskosten und Bestattungskosten müssen für Angehörige transparent sein. Daher sind Bestatter dazu verpflichtet, Ihnen auf Wunsch einen Kostenvoranschlag zu erstellen.


Bestattungskosten im Detail

Das Angebot eines Bestatters setzt sich aus drei Kostenblöcken zusammen:

  • eigene Dienstleistungen und Waren
  • weitere Leistungen auf Wunsch der Auftraggeber (Trauerdruck, Blumenschmuck usw.)
  • Friedhofsgebühren und sonstige Gebühren/Entgelte (sogenannte durchlaufende Posten)

Bei der Bestattung  handelt es sich um eine sehr individuelle und komplexe Dienstleistung, für die eine kompetente und eingehende Beratung nötig ist. Lockvogelangebote zu vermeintlichen „Billig- und Pauschalpreisen“ halten nicht, was sie versprechen. So rät der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. (BDB) dazu, rechtzeitig bei einem Bestattungsinstitut einen Kostenvoranschlag einzuholen, gegebenenfalls auch Vergleichsangebote. Der Anteil der Wunschleistungen und der Beisetzungkosten wie z.B. Friedhofsgebühren kann bei 60% und höher liegen. Deshalb kann kein seriöses Unternehmen ohne genaue Informationen zum Sterbefall einen Festpreis vorab nennen.

Bestattungskosten auf www.bestatter.de

Urnenbestattung

Ø 2.173 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Bei der Urnenbeisetzung wird die Asche des Verstorbenen in eine Urne überführt. Diese kann in einem Grab, oder auch in einem Kolumbarium beigesetzt werden.

Enthaltene Leistungen

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Sargbestattung

Ø 1.814 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Die Sargbestattung ist die Übergabe des Leichnams an die Erde. Der Sarg wird nach einer möglichen Trauerfeier auf einem Friedhof in einem Grab beigesetzt.

Enthaltene Leistungen

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Baumbestattung

Ø 2.173 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Bei der Baumbestattung oder auch Waldbestattung wird die Asche des Verstorbenen in der Nähe des Wurzelwerks eines Baumes beigesetzt.

Enthaltene Leistungen

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Seebestattung

Ø 2.173 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Spezialurne von einem Schiff aus ins Meer befördert.

Enthaltene Leistungen

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Anonyme Urnenbestattung / unbegleiteter Abschied

Ø 1.847 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Wenn ein Verstorbener zu einem nicht bekannten Zeitpunkt, ohne die Begleitung von Angehörigen und ohne namentliche Kennzeichnung auf einem Gemeinschaftsgrabfeld beigesetzt wird, handelt es sich um eine anonyme Bestattung.

Enthaltene Leistungen

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* Der Durchschnittspreis errechnet sich aus allen abgegebenen Preisangaben der teilnehmenden Bestattungsunternehmen. (Basis: www.bestatter.de)

Bestattungskosten im Überblick

Die drei Kostenfaktoren einer Bestattung im Detail

1. Kostenfaktor: Dienstleistungen des Bestatters

  • Betreuungs- und Formalitätenservice
  • Überführung und Versorgung
  • Waren, z.B. Sarg/Urne
  • Organisation einer Erd- und Feuerbestattung

2. Kostenfaktor: Weitere Leistungen auf Wunsch der Auftraggeber

  • Organisation und Begleitung der Trauerfeier
  • Trauerdruck
  • Blumenschmuck
  • Trauerredner
  • Organist/Kapelle

3. Kostenfaktor: Friedhofsgebühren und sonstige Gebühren/Entgelte (sog. durchlaufende Posten)

  • Todesbescheinigung
  • Gebühren für Urkunden (z.B. Sterbeurkunde)
  • Grabnutzungsgebühren
  • Beisetzungsgebühren/-kosten
  • Nutzung der Trauerhalle auf dem Friedhof

Wer muss für die Bestattungskosten aufkommen?

Die bestattungspflichtigen Angehörigen sind dazu verpflichtet, die Bestattung zu veranlassen. In den Bestattungsgesetzen der einzelnen Bundesländer wird der Kreis der Bestattungspflichtigen genannt.

Wer bestattungspflichtig ist, muss sich um die Bestattung kümmern. Kümmert er sich nicht, hat die zuständige Ordnungsbehörde eine Ersatzvornahme zu veranlassen. Erteilt der Bestattungspflichtige einem Bestatter einen Auftrag zur Bestattung ist er dem Bestatter gegenüber aufgrund des erteilten Auftrags verpflichtet, die Rechnung zu begleichen.

Vom Bestattungspflichtigen zu unterscheiden ist der sog. Totenfürsorgeberechtigte. Das Totenfürsorgerecht ist ein privatrechtliches Gewohnheitsrecht, dass aus dem familiären Näheverhältnis zum Verstorbenen abgeleitet wird. Totenfürsorgeberechtigte sind in der Regel Ehegatten, Kinder und Eltern. Diese sind in der genannten Reihe dazu berufen, die Wünsche des Verstorbenen durchzusetzen und die Bestattung zu beauftragen, wenn der Verstorbenen zu Lebzeiten keine andere Person mit der Totenfürsorge betraut hat. In der Praxis sind Bestattungspflichtige und Totenfürsorgeberechtigte häufig personenidentisch. Auch der Totenfürsorgeberechtigte der einen Bestattungsauftrag erteilt, ist im Rahmen des Auftrags vertraglich verpflichtet, die Bestattungskosten zu übernehmen.

Der Erbe trägt die Kosten

Gemäß § 1968 BGB trägt der Erbe die Beerdigungskosten. Der Erbe ist allerdings nicht generell mit dem Auftraggeber der Bestattung (bestattungspflichtiger Angehöriger und/ oder Totenfürsorgeberechtigter gleichzusetzen). Das bedeutet: Wenn der Auftraggeber kein Erbe ist, kann er sich die Bestattungskosten vom Erben, der nicht Auftraggeber der Bestattung war, erstatten lassen.

Erstattet werden müssen die Kosten, die durch die Lebensstellung des Erblassers als angemessen zu betrachten sind. Dies umfasst grundsätzlich die Kosten für den Bestatter, die Kosten für die Grabstätte, für den Grabstein und die erstmalige Bepflanzung der Grabstätte. Aber auch die Kosten für die Todesanzeigen, Danksagungen und die Kosten einer kirchlichen und bürgerlichen Feier einschließlich der Trauerfeier müssen erstattet werden. Die spätere Grabpflege dagegen muss nicht erstattet werden.

Wer trägt die Beerdigungskosten, wenn das Erbe ausgeschlagen wird?

Der Erbe kann sich der Kostentragungspflicht entziehen, indem er die Erbschaft ausschlägt. Dadurch wird er allerdings nicht von der Bestattungspflicht befreit, wenn er bestattungspflichtig im Sinne des Bestattungsgesetzes des betreffenden Bundeslandes ist. Ein bestattungspflichtiger Erbe kann sich zwar der bürgerlich-rechtlichen Kostentragungspflicht entziehen, die öffentlich-rechtliche Bestattungspflicht bleibt dagegen bestehen. Das bedeutet, dass er verpflichtet ist und bleibt, sich um die Beisetzung des Angehörigen zu kümmern.

Übernahme der Kosten durch das Sozialamt

Sind die bestattungspflichtigen Angehörigen nicht in der Lage, die Kosten für eine Bestattung zu übernehmen, so werden sie nach einem entsprechenden Antrag vom Sozialamt unterstützt. Sind keine Angehörigen vorhanden, erreichbar oder weigern sie sich, die Bestattung in Auftrag zu geben, gibt üblicherweise die Ordnungsbehörde des Sterbeortes die Bestattung in Auftrag. Die entstandenen Kosten werden von der Gemeinde gegenüber vorhandenen Bestattungspflichtigen geltend gemacht.

Sterbegeld

Zum 01.01.2004 wurde das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen. Dieser Wegfall zwingt zu umfassender Eigenvorsorge und damit zur Entlastung der Angehörigen im Trauerfall. Dies kann über den Abschluss einer Sterbegeldversicherung oder durch eine Einzahlung bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG geschehen.


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Wichtiges zum Thema Bestattungskosten

Die meisten Menschen haben keine konkrete Preiserfahrung mit Bestattungen. Es empfiehlt sich daher, nicht nur die Kosten für die klassischen Bestatter-Dienstleistungen beziffern zu lassen, sondern auch Friedhofsgebühren, Kosten für die Einäscherung, für ein Grabmal oder für die Grabpflege.

Zahlreiche Online-Anbieter sind lediglich provisionsbasierte Vermittlungsportale, die mit einem echten Bestattungshaus vor Ort mit Trauerbegleitung, Beistand und vor allem mit echten und kompetenten Menschen als Ansprechpartnern nichts zu tun haben. Sie verlangen den Bestattern teils Provisionen in Höhe von 12-20% ab.

Ganz ohne Provisionszahlungen gibt es die Online-Suche des BDB auf www.bestatter.de. Hier sind rund 80% der in Deutschland tätigen Bestatter gelistet. Weblinks führen schnell zu den einzelnen Bestattungshäusern in der gewünschten Region, die man dann im Internet einer ersten näheren Betrachtung unterziehen kann. Dort kann online ein differenziertes Kostenangebot abgefragt werden. In einem persönlichen Gespräch bekommen Sie auf Wunsch alle Einzelheiten erläutert. Seriöse Unternehmen sind in der Regel in der Region verwurzelt, haben ein Ladengeschäft und idealer Weise das „Markenzeichen der Bestatter“.

Vorsorgevertrag hilft bei der Finanzierung

Der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. empfiehlt, auf der Grundlage detailliert ermittelter Kosten eine Bestattungsvorsorge über das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur oder die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG bereits zu Lebzeiten abzuschließen.
Wenn Sie einen geeigneten Bestatter suchen, können Sie diesen über das provisionsfreie Portal www.bestatter.de finden. Die Umkreissuche ermöglicht es, ein wohnortnahes Unternehmen zu finden und direkt Kontakt aufzunehmen.

Bestattungskosten – Bank

In der Vergangenheit war es oft so, dass die Angehörigen über den Bestatter die Kostenrechnung bei der Bank, die die Konten des Verstorbenen führte, einreichten. Die Bank überwies dann diese Summe direkt vom Konto des Verstorbenen auf das Konto des Bestatters.

Gemäß ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen gehen die Banken dazu über, zuvor einen Erbschein zu verlangen. Die Banken sichern sich damit gegen das Risiko ab, über das Vermögen des Erben zu verfügen, ohne endgültig zu wissen, wer der Erbe ist und ohne von diesem bevollmächtigt zu sein. Anstelle des Erbscheins ist meistens auch ein notarielles Testament ausreichend.

Wo lassen sich Kosten bei einer Bestattung sparen?

Statt eines Trauerfeier in einer Gaststätte können die Angehörigen ihre Gäste im eigenen Haus bewirten. Anstelle eines großzügigen Sargbouquets kann auch eine einzelne Blüte auf dem Sarg stilvoll wirken. Die Angehörigen können sich auf einen Gemeinschaftskranz verständigen. Ebenso könnte das Sargbouquet vor dem Herablassen des Sarges abgenommen und später als Grabschmuck auf den Grabhügel gelegt werden. Ziel sollte stets eine würdevolle Bestattung sein, die auch mit einem finanziell überschaubaren Aufwand gewährleistet ist.

 

Vorschläge zur Kosteneinsparung

  • einzelne Blüte statt aufwendiger Sargbouquets
  • Trauerfeier zuhause statt in der Gaststätte
  • Gemeinschaftskranz statt Einzelkränze

Bei den Kosten muss immer überlegt werden, welche Aufgaben nur von Dritten ausgeführt werden können oder sollen und zu welchen Aufgaben sich die Angehörigen selbst in der Lage sehen. Da die meisten Angehörigen wenig Erfahrung bei der Gestaltung einer Trauerfeier haben, sollten sie sich von einem Bestatter beraten lassen, der weiß, worauf es ankommt. Die Bedeutung von Aufbahrung, Trauerrede oder Trauermusik, um nur einige Beispiele zu nennen, wird den meisten Menschen erst während oder nach der Trauerfeier bewusst. Denn diese Elemente bestimmen nicht nur die Atmosphäre, sondern bleiben – wie auch alle festlichen und würdevollen Elemente eines besonderen Festes – in Erinnerung.