Das Wichtigste in Kürze
- Eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen kommt ohne Gesundheitsprüfung vor Vertragsabschluss aus.
- Sie kann vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen oder höherem Eintrittsalter infrage kommen.
- Der Verzicht auf Gesundheitsfragen ist meist mit einer Wartezeit oder gestaffelten Leistung verbunden.
- Die volle Versicherungssumme wird in der Regel erst nach Ablauf der vereinbarten Wartezeit ausgezahlt.
Was ist eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen?
Bei einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen verlangt der Versicherer vor Vertragsabschluss keine Gesundheitsprüfung. Die Versicherung dient dazu, im Todesfall eine vereinbarte Versicherungssumme bereitzustellen, mit der die Bestattungskosten ganz oder teilweise finanziert werden können. Viele Versicherungen gleichen den Verzicht auf Gesundheitsangaben durch eine Wartezeit oder eine Staffelung der Versicherungsleistung in den ersten Jahren aus.
Für wen kommt eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung infrage?
Eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung kann für Menschen infrage kommen, die keine Gesundheitsfragen beantworten möchten oder bei Tarifen mit Gesundheitsprüfung Schwierigkeiten erwarten. Das betrifft häufig ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen.
Der erleichterte Zugang bedeutet jedoch nicht automatisch sofortigen vollen Versicherungsschutz. Gerade deshalb sollten Versicherte vor dem Abschluss genau prüfen, ab wann die volle Leistung gilt und welche Beträge in den ersten Vertragsjahren ausgezahlt werden.
Sterbegeldversicherungen im Vergleich
Gesundheitsprüfung
Keine
Volle Versicherungsleistung nach
24 Monaten
Beitragsstabilität
Garantiert
Überschussbeteiligung
verzinsliche Ansammlung
Besonderheiten
Digitaler Vertragsmanager und umfassende Assistanceleistungen
Gesundheitsprüfung
keine
Volle Versicherungsleistung nach
12-36 Monaten
Beitragsstabilität
Flexibel
Überschussbeteiligung
Als Beitragsrabatt
Besonderheiten
Extra Leistungen im Plus Tarif
Gesundheitsprüfung
Keine
Volle Versicherungsleistung nach
24 Monaten
Beitragsstabilität
Garantiert
Überschussbeteiligung
Leistungsbonus
Besonderheiten
Nachhaltig ausgerichtetes Unternehmen
Warum gibt es bei der Versicherungsart eine Wartezeit?
Da der Versicherer den Gesundheitszustand der versicherten Person nicht individuell bewertet, begrenzt er sein Risiko stattdessen durch eine Wartezeit. So wird ausgeschlossen, unmittelbar nach Vertragsabschluss die volle Versicherungssumme zahlen zu müssen.
Während der Wartezeit besteht je nach Tarif kein voller Leistungsanspruch. Bereits gezahlte Beiträge können im Todesfall zurückgezahlt oder anteilige Leistungen ausgezahlt werden.
Wann besteht der volle Versicherungsschutz?
Der volle Versicherungsschutz besteht erst nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Wartezeit. Bei Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsprüfung liegt diese Wartezeit je nach Tarif häufig bei 24 bis 36 Monaten. Maßgeblich sind dafür immer die konkreten Versicherungsbedingungen.
Was passiert bei einem Todesfall während der Wartezeit?
Verstirbt die versicherte Person während der Wartezeit, wird nicht die volle Versicherungssumme ausgezahlt. Je nach Vertrag erhalten die Begünstigten eine gestaffelte Teilleistung oder die bereits gezahlten Beiträge zurück. Die genauen Regelungen bei einem Todesfall während der Wartezeit variieren je nach Tarifmodell des Versicherers.
Gibt es eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit und Gesundheitsprüfung?
Eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist in der Regel mit einer Wartezeit oder einer gestaffelten Leistung verbunden. Tarife mit sofortigem vollem Versicherungsschutz setzen meist Gesundheitsfragen voraus, weil der Versicherer das Risiko vor Vertragsabschluss prüfen muss. Maßgeblich sind immer die konkreten Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs.
Worauf sollte man vor dem Abschluss der Sterbegeldversicherung achten?
Vor dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen sollten einige Punkte beachtet werden:
- Versicherungssumme
- Beitragshöhe
- Wartezeit
- Leistungsstaffelungen
- Eintrittsalter
- Beitragsdauer
Diese Kriterien bestimmen, ob die Versicherung zur gewünschten Bestattungsvorsorge passt. Wichtig ist außerdem die Frage, wer im Todesfall bezugsberechtigt ist. Die Auszahlung kann an Angehörige oder je nach Gestaltung an eine andere berechtigte Person erfolgen.
Häufig gestellte Fragen
Der Vertrag kann zwar sofort beginnen, der volle Versicherungsschutz gilt jedoch erst nach Ablauf einer Wartezeit. Bei vielen Tarifen ohne Gesundheitsprüfung wird die volle Versicherungssumme erst nach 24 bis 36 Monaten ausgezahlt.
Während der Wartezeit wird je nach Tarif nicht die volle Versicherungssumme ausgezahlt. Möglich sind eine Rückzahlung eingezahlter Beiträge oder eine anteilige Leistung nach einer vertraglich festgelegten Staffelung.
Nein, eine Sterbegeldversicherung ersetzt keine vollständige Bestattungsvorsorge, sie regelt vor allem die finanzielle Absicherung. Organisatorische Wünsche zur Bestattung sollten zusätzlich festgelegt werden.