Trauerfall

Ein Trauerfall in der Familie ist eine emotionale Ausnahmesituation für die Angehörigen des Verstorbenen. Oft können Hinterbliebene gerade in der ersten Phase der Trauer keinen klaren Gedanken fassen, wobei wichtige Angelegenheiten rund um die Bestattung des Verstorbenen geregelt werden müssen. Was ist zu tun, wenn der Trauerfall eintritt? Wie kann Hinterbliebenen Hilfe geleistet werden? Wir informieren Sie detailliert über das Thema.


Der Unterschied zwischen Todesfall und Trauerfall

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Todesfall und Trauerfall oft als Synonyme verwendet. Genauer betrachtet können die Begriffe jedoch inhaltlich voneinander abgegrenzt werden. Wird der Tod eines Menschen eher mit emotionalem Abstand betrachtet und deshalb mit einem vergleichsweise nüchternen Wort umschrieben, ist oft vom Todesfall die Rede. Beispielsweise sprechen Ärzte vom Todesfall eines Menschen, wenn sie den Leichnam eines Verstorbenen untersuchen, zu dem sie kein persönliches Verhältnis als Familienangehöriger haben. Hingegen dazu bezeichnen Hinterbliebene den Tod eines geliebten Menschen als Trauerfall. Das Wort Trauer ist in der Bezeichnung "Trauerfall" aufgehoben. Dadurch wird deutlich, dass die Beziehung zum Verstorbenen sehr eng war.  


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Im Trauerfall den richtigen Bestatter auswählen

Auch wenn der Tod eines Familienangehörigen Hinterbliebene oft in Schock versetzt und dazu führt, dass diese kaum einen klaren Gedanken fassen können, müssen kurz nach dem Tod wichtige Angelegenheiten geregelt werden. Eines der wichtigsten Dinge: Einen vertrauenswürdigen Bestatter finden, der sich um die würdevolle Bestattung des Verstorbenen kümmert und beratend zur Seite steht. Denn zum Beispiel muss geklärt werden, ob der Verstorbene im Rahmen einer Erdbestattung im Sarg oder Feuerbestattung in der Urne beigesetzt werden soll, wenn dieser dies nicht schon zu Lebzeiten über eine Bestattungsvorsorge selbst geregelt hat. Auch die Organisation und Gestaltung der Trauerfeier sollte mit dem Bestatter des Vertrauens besprochen werden. Vertrauenswürdige, qualifizierte und zertifizierte Bestattungsinstitute in Ihrer Nähe können Sie über die Bestattersuche auf bestatter.de finden. Dort können Sie transparente Online-Angebote von Bestattungsinstituten anfordern und Bestatter vergleichen

Was tun, wenn der Trauerfall eintritt?

Die Konfrontation mit dem Tod eines geliebten Menschen versetzt Angehörige und Freunde oft einen Schockzustand. In der emotionalen Ausnahmesituation fällt es schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Doch nach dem Eintritt des Todes müssen von Hinterbliebenen wichtige Angelegenheiten geregelt werden. Ein Arzt muss informiert werden, um den Tod festzustellen und den Totenschein auszustellen. Die Bestattung muss organisiert. Wichtige Dokumente müssen bereitgestellt werden. Und vieles mehr. Eine Checkliste kann helfen, um den Überblick über die Angelegenheiten zu bewahren, die geregelt werden müssen. Die wichtigsten Dinge, die nach Eintritt des Todesfalls geregelt werden müssen, finden Sie hier.

Trauerhilfe im Trauerfall

Trauer ist ein Prozess. Trauernde Menschen durchlaufen im Trauerprozess unterschiedliche  Phasen der Trauer, in denen sie ihren Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten. Trauerarbeit ist wichtig für Hinterbliebene bzw. Angehörige, damit diese ihre Trauer bewältigen können. Hilfreich ist es, trauernde Menschen in den Trauerphasen zu begleiten und ihnen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein. Oft hilft es schon, wenn man als Angehöriger oder Freund mit Hinterbliebenen über den Trauerfall redet. Aber auch die Unterstützung hinsichtlich organisatorischer Angelegenheiten für die Bestattung kann Hilfe für Hinterbliebene leisten. 

Professionelle Trauerbegleiter können Hilfe leisten, wenn die Trauerbewältigung schwerfällt.

Manchmal kann es vorkommen, dass Hinterbliebene sehr lange um den Verlust eines Verstorbenen trauern und der Beistand von Angehörigen und Freunden kaum helfen kann. In solchen Fällen können professionelle Trauerbegleiter über die schwierige Zeit hinweghelfen. Zudem gibt es Anlaufstellen für professionelle Trauerhilfe sowie Selbsthilfegruppen, die trauernden Menschen dabei helfen können, ihren Schmerz zu überwinden.

Was tun, wenn der Trauerfall im Freundeskreis eintritt?

Wenn ein enger Freund verstirbt, ist das sowohl für die Familie als auch für den Freundeskreis ein Trauerfall. Der Verlust triff die Freunde ebenso, und oft wissen diese nicht, was sie gegenüber der Familie sagen oder wie sie auf den Trauerfall reagieren sollen. Es ist wichtig, sich während der Trauerzeit den trauernden Hinterbliebenen zuzuwenden und ihnen das Gefühl zu geben, mit ihrer Trauer nicht allein zu sein. Gespräche können dabei helfen, die Trauer zu verarbeiten und schöne Erinnerungen an die Zeit mit dem Verstorbenen auszutauschen. Manchmal kann es auch als Geste des Beistandes helfen, Hinterbliebenen alltägliche Aufgaben wie beispielsweise den Haushalt abzunehmen oder Einkäufe für sie zu erledigen.

Im Trauerfall Anteilnahme ausdrücken

Im Trauerfall aufrichtiges Beileid auszusprechen, fällt manchen Menschen schwer, weil sie aufgrund ihrer Trauer oft nicht die richtigen Worte finden. Es ist wichtig, sich etwas Zeit zu nehmen, um die passenden Worte zu finden. Aber auch Formulierungshilfen für Beileidsbekundungen können dabei helfen, aufrichtiges Beileid in Worte zu fassen und Hinterbliebenen Trost zu spenden. Ob Beileidschreiben, Kondolenzbriefe oder Trauersprüche – der Inhalt sollte persönlich sein und Anteilnahme ausdrücken. Je enger die Beziehung zum Verstorbenen war, desto persönlicher können die tröstenden Worte ausfallen.

Wir haben einige Textbeispiele für schriftliche Beileidsbekundungen finden Sie zusammengestellt. Diese finden Sie hier.