Was ist Trauerarbeit?
Der Tod eines geliebten Menschen ist für Hinterbliebene ein schwerer Schicksalsschlag im Leben, der oft von tiefer Trauer begleitet wird. Es ist wichtig, dass Angehörige ihre Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten und bewältigen, denn unter Umständen kann unverarbeitete Trauer Auswirkungen auf die Psyche haben.
Trauer wird über einen Prozess hinweg verarbeitet, der sich in unterschiedliche Phasen gliedert. Über den Trauerprozess setzen sich Menschen mit der Verlusterfahrung und den damit verbundenen Gefühlen auseinander, um inneren Frieden zu finden und vom Verstorbenen Abschied nehmen zu können. Der Prozess, in dem Hinterbliebene ihre Trauer verarbeiten, wird als Trauerarbeit bezeichnet.
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Hilfe während der Trauerarbeit
Während der Trauerzeit kann Hinterbliebenen Hilfe geleistet werden, indem man für sie da ist und ihnen das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Manchmal hilft schon das einfache Gespräch mit den Trauernden. Aber auch die Unterstützung bei der Organisation der Beerdigung und der Trauerfeier können helfen. Erstreckt sich die Trauer über einen ungewöhnlich langen Zeitraum, sodass Trauernde nicht in der Lage sind, den Alltag zu bewältigen, sollte professionelle Hilfe hinzugezogen werden – beispielsweise Psychologen oder professionelle Trauerbegleiter.
Wie lange dauert die Trauerbewältigung?
Auch wenn Trauernde in der Regel die vier Trauerphasen durchlaufen, geht jeder Mensch auf seine eigene Weise mit einer Verlusterfahrung um. Daher ist es von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, wie lange es dauert, bis die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen verarbeitet und bewältigt ist. Einfluss auf die Dauer der Trauer nimmt vor allem, ob der Verstorbene ein Familienangehöriger, ein enger Freund oder ein flüchtig Bekannter war.
Trauern muss man lernen: Verena Kast & Wilhelm Schmid erklären
Sternstunde Philosophie | SRF Kultur
In der Trauer vereint sich tiefster Schmerz mit grundphilosophischen Fragen. Was lehrt uns die Trauer über das Menschsein? Und können wir den Prozess des Trauerns lernen, steuern, gar optimieren? Wolfram Eilenberger im Gespräch mit der Psychologin Verena Kast und dem Philosophen Wilhelm Schmid.
Häufig gestellte Fragen
Trauer verarbeitet man am besten, indem man ihr nach und nach einen Platz im eigenen Leben gibt. Es ist normal, dass sie in Wellen kommt: mal als Schmerz, mal als Leere, Wut, Schuldgefühl, Sehnsucht oder Erschöpfung. Es kann helfen, darüber zu sprechen, Erinnerungen bewusst zuzulassen, Rituale zu schaffen und sich im Alltag kleine Routinen zu bewahren. Wichtig ist: Trauer braucht Zeit und verläuft bei jedem Menschen anders. Wenn die Belastung zu groß wird, kann professionelle Unterstützung helfen.
Elke Herrnberger ist als Pressesprecherin für die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes Deutscher Bestatter und seiner angeschlossenen Gesellschaften zuständig.
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