Volkstrauertag 2026: Sonntag, 15. November

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Volkstrauertag 2026 ist am Sonntag, 15. November.
  • Der Gedenktag findet jedes Jahr am vorletzten Sonntag vor dem ersten Advent statt.
  • Heute wird insbesondere der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.
  • In Deutschland ist der Volkstrauertag als stiller Feiertag besonders geschützt.

Was ist der Volkstrauertag?

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag in Deutschland, an dem der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht wird. Er dient der Erinnerung an die Toten und zugleich der Mahnung zu Frieden und Versöhnung. Ursprünglich entstand der Volkstrauertag nach dem Ersten Weltkrieg als Gedenktag für gefallene Soldaten. Seine Bedeutung hat sich seitdem erweitert und umfasst heute unterschiedliche Opfergruppen von Krieg, Gewalt und Verfolgung.

Wann ist Volkstrauertag?

Der Volkstrauertag 2026 ist am Sonntag, 15. November. Er wird jedes Jahr am vorletzten Sonntag vor dem ersten Advent begangen und fällt damit stets in die zweite Novemberhälfte. Eine Woche nach dem Volkstrauertag folgt der Totensonntag.

Volkstrauertag 2026 und kommende Termine

  • 2026: Sonntag, 15. November
  • 2027: Sonntag, 14. November
  • 2028: Sonntag, 19. November
  • 2029: Sonntag, 18. November
  • 2030: Sonntag, 17. November

Welche Bedeutung hat der Volkstrauertag heute?

Der Volkstrauertag erinnert heute an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und setzt ein Zeichen für Frieden, Versöhnung und Verständigung. Damit geht seine heutige Bedeutung über das ursprüngliche Gedenken an gefallene Soldaten hinaus. Das gemeinsame Erinnern soll das Bewusstsein für die Folgen von Krieg und Gewalt wachhalten. Der Volkstrauertag verbindet daher das Gedenken an die Toten mit einer gesellschaftlichen Mahnung, sich für Frieden und ein gewaltfreies Zusammenleben einzusetzen.

Geschichte des Volkstrauertags

Der Volkstrauertag entstand nach dem Ersten Weltkrieg und hat im Laufe seiner Geschichte einen grundlegenden Bedeutungswandel erfahren. Aus einem Gedenktag für gefallene deutsche Soldaten entwickelte sich der heutige Gedenktag für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Der Volkstrauertag als Tag des Gedenkens an gefallene Soldaten

Im Jahr 1919 schlug der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Volkstrauertag als Gedenktag für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs vor. Im Mittelpunkt standen zunächst die Trauer um die zahlreichen Kriegsopfer und das Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten. Während der Weimarer Republik wurde der Volkstrauertag zunächst nicht als gesetzlicher Feiertag eingeführt. Erst 1934 machten die Nationalsozialisten den Gedenktag zu einem staatlichen Feiertag.

Der Volkstrauertag wird zum Heldengedenktag

Ab 1934 veränderten die Nationalsozialisten den Charakter des Gedenktages grundlegend und benannten ihn in Heldengedenktag um. Trauer und Totengedenken traten damit gegenüber der propagandistischen Verehrung gefallener Soldaten in den Hintergrund. Der ursprüngliche Gedanke eines Trauertages wurde dadurch politisch umgedeutet und für die nationalsozialistische Ideologie instrumentalisiert.

Der Volkstrauertag nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Volkstrauertag Anfang der 1950er-Jahre wieder eingeführt. Das Gedenken richtete sich nun nicht mehr ausschließlich auf gefallene Soldaten, sondern zunehmend auf die Opfer beider Weltkriege und von Gewaltherrschaft. Heute ist der Volkstrauertag in Deutschland als stiller Feiertag besonders geschützt. Sein Charakter ist nicht von Heldenverehrung, sondern von Trauer, Erinnerung und der Mahnung zu Frieden und Versöhnung geprägt.

Wie wird der Volkstrauertag begangen?

Der Volkstrauertag wird mit offiziellen Gedenkveranstaltungen, Kranzniederlegungen und Trauerbeflaggung begangen. Eine zentrale Gedenkstunde findet traditionell unter Beteiligung hoher Repräsentanten des Staates statt. Auch in vielen Städten und Gemeinden werden Kränze an Gedenkstätten niedergelegt. Fahnen an öffentlichen Gebäuden werden als Zeichen der Trauer auf halbmast gesetzt. Die Veranstaltungen erinnern an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und unterstreichen den Charakter des Volkstrauertags als Tag des stillen Gedenkens.

Was ist der Unterschied zwischen Volkstrauertag und Totensonntag?

Volkstrauertag und Totensonntag sind zwei unterschiedliche Gedenktage. Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, während der Totensonntag ein evangelischer Gedenktag für Verstorbene ist. Auch zeitlich sind beide Tage klar voneinander getrennt: Der Volkstrauertag findet am vorletzten Sonntag vor dem ersten Advent statt. Der Totensonntag folgt genau eine Woche später am letzten Sonntag vor dem ersten Advent. Der Volkstrauertag hat damit vor allem eine gesellschaftliche und staatliche Bedeutung. Beim Totensonntag steht dagegen das kirchliche und persönliche Gedenken an Verstorbene im Mittelpunkt.

Ist der Volkstrauertag ein stiller Feiertag?

Ja. Der Volkstrauertag gilt in Deutschland als stiller Feiertag und steht unter besonderem gesetzlichem Schutz. Damit soll der ernste Charakter des Gedenktages gewahrt werden. Welche Veranstaltungen eingeschränkt oder untersagt sind, regeln die Bundesländer. Deshalb können sich die konkreten Vorschriften und zeitlichen Beschränkungen regional unterscheiden.

Tanzverbot am Volkstrauertag

Am Volkstrauertag gelten in den Bundesländern besondere Einschränkungen für öffentliche Unterhaltungs- und Tanzveranstaltungen. Häufig wird dies als Tanzverbot am Volkstrauertag bezeichnet. Die konkreten Regelungen unterscheiden sich jedoch je nach Bundesland. Art und Dauer der Einschränkungen richten sich nach den jeweiligen Feiertagsgesetzen.

Häufig gestellte Fragen

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag in Deutschland. An diesem Tag wird der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

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Der Volkstrauertag 2026 ist am Sonntag, 15. November. Er findet jedes Jahr am vorletzten Sonntag vor dem ersten Advent statt.

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Der Volkstrauertag dient dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Zugleich soll er an die Folgen von Krieg und Gewalt erinnern und zu Frieden und Versöhnung mahnen.

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Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag und wird in Deutschland als stiller Feiertag besonders geschützt. Die konkreten Vorschriften für den Tag werden von den Bundesländern geregelt.

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Am Volkstrauertag wird der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Der Totensonntag ist dagegen ein evangelischer Gedenktag für Verstorbene und findet eine Woche nach dem Volkstrauertag statt.

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Elke Herrnberger
Artikel geschrieben von: Elke Herrnberger

Elke Herrnberger ist als Pressesprecherin für die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes Deutscher Bestatter und seiner angeschlossenen Gesellschaften zuständig.

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