Todestag: Ein Gedenktag für Verstorbene

Der Todestag von Verstorbenen ist ein besonderer Tag für Hinterbliebene. Denn einerseits ist der Todestag ein Tag der Erinnerung an Verstorbene: Ein Gedenktag, an dem sich Hinterbliebene auch an schöne Momente mit dem Verstorbenen erinnern. Auf der anderen Seite kann bei Angehörigen aber auch das Gefühl der Trauer wieder aufkommen, wenn sich der Todestag des geliebten Menschen jährt. Daher ist der Todestag oft mit gemischten Gefühlen verbunden.


Der erste Todestag des Verstorbenen

Als Todestag wird nicht nur der Tag bezeichnet, an dem ein Mensch stirbt und ein Arzt das Datum des Todes im sogenannten Totenschein festhält. Auch der Tag, an dem sich das Datum des Todes jährt, wird als Todestag bezeichnet. 

Der erste Todestag: Wie Angehörige diesen erleben

Wie Hinterbliebene den Todestag eines geliebten Menschen begehen und diesen empfinden hängt oft davon ab, wie diese den Tod des Verstorbenen verarbeitet haben. Einige Menschen haben ihre Trauer über den Prozess der Trauerbewältigung gut verarbeitet und können daher mit den Gefühlen und den Erinnerungen, die am ersten Todestag des Verstorbenen aufkommen, gut umgehen. Andere haben Tod des geliebten Menschen vielleicht noch nicht ganz verarbeitet, sodass am Todestag des Verstorbenen der Schmerz über den Verlust noch frisch erscheint. 


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Warum der Jahrestag des Todes so schwer für Angehörige ist

Wenn sich der Tag des Todes eines Verstorbenen jährt, stellt das Angehörige oft auf die Probe. Denn der Todestag macht Angehörigen bewusst, dass sie einen langen Weg der Trauer und Trauerbewältigung gegangen sind, um über ihren Schmerz hinwegzukommen. Und ebenso sehr wird Hinterbliebenen an diesem besonderen Tag deutlich, wie gut sie ihre Trauer über den Verlust des Verstorbenen verarbeitet haben. Zudem kommt es oft vor, dass sich Angehörige am Gedenktag in die Gedanken und Gefühlwelt zurückversetzen, die sie am Tag des Todes des Verstorbenen erlebt haben. Die Erinnerung daran lässt die Gefühle wieder aufkommen, sodass der Umgang damit manchmal nicht leicht fällt.

Gemeinsam den ersten Todestag begehen

Für manche Hinterbliebenen ist der erste Todestag des Verstorbenen eine emotionale Belastung. Daher ist es oft hilfreich, diesen mit Familienangehörigen und Freunden zu verbringen, um sich nicht alleine zu fühlen und Halt zu bekommen. Gemeinsam kann die Grabstätte des Verstorbenen auf dem Friedhof besucht werden, um beispielsweise in Gedenken an den Verstorbenen Kerzen anzuzünden, Blumen am Grab niederzulegen und Erinnerungen untereinander auszutauschen. Den Todestag gemeinsam mit Familienangehörigen und Freunden zu begehen und dem Verstorbenen zu Gedenken gibt allen das Gefühl gegenseitigen Beistands. 

Den ersten Todestag still begehen

Andere Hinterbliebene begehen den ersten Todestag des Verstorbenen lieber in Stille und gewohnter Umgebung. Manche laden einen guten Freund ein, um sich Fotos anzuschauen, Erinnerungen an den Verstorbenen auszutauschen und sich Geschichten über gemeinsam Erlebtes zu erzählen.

Totengedenken und Bräuche am Todestag

Seit jeher suchen Hinterbliebene Grabstätten auf dem Friedhof auf, um Verstorbenen zu gedenken. Zu bestimmten Anlässen wie beispielsweise dem Geburtstag oder dem Todestag besuchen Angehörige die Grabstätten Verstorbener und verzieren die Gräber mit Grabschmuck, stellen Grablichter auf oder zünden Kerzen an. Manchmal werden auch persönliche Briefe auf den Grabstätten niedergelegt. All das sind Gesten der Wertschätzung Verstorbenen gegenüber. Der Friedhof ist damit ein wichtiger Ort der Erinnerung an Verstorbene und ein fester Bestandteil der Bestattungkultur.