Totenmesse & Requiem: Gottesdienst am Tag der Beerdigung eines Verstorbenen

Was ist eine Totenmesse?

Die Totenmesse der katholischen Kirch ist eine spezielle Form von Gottesdienst. Die Messe ist verstorbenen Menschen gewidmet und wird am Tag der Beerdigung begangen. Die Totenmesse wird auch als Requiem bezeichnet. Der Ausdruck geht auf einen Psalm zurück, der zu Beginn des Gottesdienstes gesprochen wird: „Requiem aeternam dona eis, Domine“. Die Übersetzung lautet: „Ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr.“

Der Ablauf der Totenmesse

Die Liturgie der Totenmesse folgt einem bestimmten Ablauf, der schon im 16. Jahrhundert von der katholischen Kirche festgelegt wurde. Zunächst wird die Messe durch den sogenannten Introitus eröffnet. Der Einleitung des Gottesdienstes folgt ein Zwischengesang, der Graduale genannt wird. Es schließt sich ein Sologesang an, der als Tractus bezeichnet wird. Dem folgt die Gabenbereitung, das Offertorium. Den Abschluss bildet die Kommunion (Communio), bei der Brot und Wein gereicht werden, die Leib und Blut Christi repräsentieren. 

Ablauf der Totenmesse im Überblick

  • Introitus
  • Graduale
  • Tractus
  • Offertorium
  • Communio

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Der Zweck der Totenmesse

Verstirbt ein geliebter Mensch, überkommt Familienangehörige oft das Gefühl tiefer Trauer. Die Totenmesse kann Hinterbliebenen bei der Abschiednahme vom Verstorbenen helfen und ist daher oft wichtig für die Trauerhilfe und Trauerbewältigung. Darüber hinaus dient die Messe dem Gedenken des Verstorbenen und der Erinnerung an dessen Leben. Meist folgt der Totenmesse die Beisetzung des Verstorbenen an dessen Grab auf dem Friedhof.

Jährlicher Zeitpunkt für den Gedenkgottesdient

Traditionell wird der Gedenkgottesdienst für Verstorbene am Kirchenjahresende gefeiert. Die Feiertage Allerseelen und Allerheiligen markieren das Ende im katholischen Kirchenjahr. Bei der evangelischen Kirche ist es der Ewigkeitssonntag, der auch Totensonntag genannt wird. Die Gemeinsamkeit der Feiertage besteht darin, dass diese den Verstobenen gewidmet sind und im November liegen. Deswegen gilt der November auch als Monat der Besinnung und des Gedenkens.

Gedenkgottesdienste werden oft nicht nur für einen Verstorbenen abgehalten. Der Gottesdienst und dessen Andacht sind in der Regel allen Gemeindemitgliedern gewidmet, die im Kirchenjahr verstorben sind.