Beerdigung

Wenn ein Verstorbener in seine letzte Ruhestätte überführt wird, dann spricht man oft von einer Beerdigung. Aber was bedeutet das eigentlich genau, Beerdigung? Was sollte man bei einer Beerdigung beachten? Und wie sollte man sich verhalten? Wir haben auf unserer Seite die wichtigsten Themen für Sie zusammengefasst.


Was ist eine Beerdigung?

Das Wort Beerdigung wird oftmals als Synonym für den Begriff Bestattung verwendet. Allerdings meinen die Begriffe nicht das Gleiche. Denn während das Wort Beerdigung lediglich ausdrückt, dass Verstorbene beigesetzt werden, also in ihr Grab hinabgelassen werden, umfasst der Begriff Bestattung viel mehr. Zu einer Bestattung gehört beispielsweise auch, dass Hinterbliebene einen Sarg für den Verstorbenen aussuchen und die Trauerfeier organisieren.

Was kostet eine Beerdigung

Urnenbestattung

Ø 2.177 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Bei der Urnenbeisetzung wird die Asche des Verstorbenen in eine Urne überführt. Diese kann in einem Grab, oder auch in einem Kolumbarium beigesetzt werden.

Enthaltene Leistungen

Online-Angebot anfordern

Sargbestattung

Ø 1.817 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Die Sargbestattung ist die Übergabe des Leichnams an die Erde. Der Sarg wird nach einer möglichen Trauerfeier auf einem Friedhof in einem Grab beigesetzt.

Enthaltene Leistungen

Online-Angebot anfordern

Baumbestattung

Ø 2.177 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Bei der Baumbestattung oder auch Waldbestattung wird die Asche des Verstorbenen in der Nähe des Wurzelwerks eines Baumes beigesetzt.

Enthaltene Leistungen

Online-Angebot anfordern

Seebestattung

Ø 2.177 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Spezialurne von einem Schiff aus ins Meer befördert.

Enthaltene Leistungen

Online-Angebot anfordern

Anonyme Urnenbestattung / unbegleiteter Abschied

Ø 1.850 €*

Durchschnittspreis auf bestatter.de
Kosten zzgl. Trauerfeier und Friedhofsgebühren

Wenn ein Verstorbener zu einem nicht bekannten Zeitpunkt, ohne die Begleitung von Angehörigen und ohne namentliche Kennzeichnung auf einem Gemeinschaftsgrabfeld beigesetzt wird, handelt es sich um eine anonyme Bestattung.

Enthaltene Leistungen

Online-Angebot anfordern

* Der Durchschnittspreis errechnet sich aus allen abgegebenen Preisangaben der teilnehmenden Bestattungsunternehmen. (Basis: www.bestatter.de)

Vor der Beerdigung / Beisetzung

Zur Abschiednahme kann der Verstorbene auch zuhause vom Bestatter aufgebahrt werden.

Im Trauerfall müssen Angehörige zeitnah einen Bestatter kontaktieren, der sich um den Leichnam des Verstorbenen kümmert. Bei einem Todesfall zuhause haben die Hinterbliebenen natürlich die gebührende Zeit, um Abschied vom Toten zu nehmen, bevor dieser vom Bestatter ins Bestattungsinstitut überführt wird. Wenn sich die Hinterbliebenen vom Verstorbenen verabschiedet haben, können sie gemeinsam mit dem Bestatter ihres Vertrauens den weiteren Ablauf der Beerdigung planen. Beispielsweise muss die Frage geklärt werden, ob der Verstorbene im Rahmen einer Erdbestattung oder Feuerbestattung beigesetzt werden soll. Je nachdem, wofür sich die Hinterbliebenen entscheiden, können diese einen passenden Sarg oder eine Urne für die Beerdigung bzw. Beisetzung des Verstorbenen aussuchen.

Aufbahrung vor der Beerdigung

Wenn es die Angehörigen wünschen, kann der Verstorbene für die Abschiednahme zuhause vom Bestatter in einem Sarg aufgebahrt werden. In der Regel erfolgt die Aufbahrung jedoch im Bestattungsinstitut. Dort kann der Verstorbene entweder in einem geschlossenen oder einem offenen Sarg aufgebahrt werden. Deshalb spricht man auch von der geschlossenen oder der offenen Aufbahrung. Oft entscheiden sich Angehörige für die offene Aufbahrung, damit sie sich im Angesicht des Verstorbenen von diesem verabschieden können.

Benötigte Dokumente für eine Beerdigung

Im Trauerfall fällt es Menschen oft schwer, sich Gedanken über die Formalitäten der Beerdigung zu machen. Doch mit Bestattungen geht die Erledigung der Formalitäten einher. Deshalb ist es oft hilfreich, noch zu Lebzeiten dafür zu sorgen, dass alle nötigen Dokumente an einem bekannten Ort verwahrt werden. Das macht das Auffinden wesentlich einfacher. Und die wichtigsten Dokumente, die man im Trauerfall benötigt, sind folgende:

  • Totenschein
  • Sterbeurkunde
  • Personalausweis
  • Geburts- oder Heiratsurkunde

Im Todesfall ist es zwingend erforderlich, einen Arzt zu informieren. Denn dieser muss zunächst den Totenschein ausstellen. Das Dokument muss dann zusammen mit dem Personalausweis und der Geburts- oder Heiratsurkunde des Verstorbenen beim zuständigen Standesamt eingereicht werden. Das ist nötig, damit die Sterbeurkunde beantragt und vom Standesamt ausgestellt werden kann.

Totenfürsorge: Wer muss sich um die Beerdigung bzw. Bestattung kümmern?

Für die Organisation von Beerdigungen sind in Deutschland laut Totenfürsorgepflicht die Angehörigen des Verstorbenen verantwortlich. In der Regel sind die Erben in der Kostentragungspflicht und müssen die Beisetzung finanzieren. Wenn die Kosten für die Beerdigung nicht selbst getragen werden können, kann finanzielle Hilfe für eine sogenannte Sozialbestattung beantragt werden.


Sie haben einen akuten Trauerfall?

Ihr Bestatter vor Ort hilft!

Der Ablauf einer Beerdigung

Die Trauerfeier findet oft in einer Trauerhalle auf dem Friedhof statt. Nachdem die Trauerfeier abgehalten wurde, wird der Verstorbene zum Beispiel bei einer Erdbestattung auf einem Friedhof in sein Grab hinabgelassen, oder um es anders aber nicht weniger gebräuchlich zu formulieren, in sein Grab „gelegt". Aufgrund dieses üblichen Ausdrucks spricht man auch von der sogenannten Grablege. Wird hingegen dazu die Asche des Verstorbenen in einer Urne ins Grab hinabgelassen, spricht man von einer Beisetzung. Am Grab haben Angehörige, befreundete Menschen und Bekannte die Möglichkeit, sich ein letztes Mal vom Verstorbenen zu verabschieden. Dabei ist es Brauch, dass sich Angehörige zuerst verabschieden und in einem symbolischen Akt ein wenig Erde oder Blumen ins Grab werfen. Dann folgt die Abschiednahme der Trauergesellschaft, die den Angehörigen ihr Beileid ausspricht. 

Benimmregeln auf einer Trauerfeier

Bei einer Trauerfeier sollte unbedingt darauf geachtet werden, sich pietätvoll zu verhalten. Das betrifft sowohl das Tragen passender Kleidung als auch die Wahrung der Sitzordnung auf einer Trauerfeier.

Sitzordnung der Trauerfeier

Die vordere Bestuhlung ist den Angehörigen vorbehalten, während Freunde und Bekannte in den hinteren Reihen Platz nehmen dürfen. Zum angemessenen Verhalten gehört es ebenfalls dazu, keine Beileidbekundungen auszusprechen, wenn es Angehörige ausdrücklich so wünschen. Wenn sich Freunde und Bekannte auf einer Trauerfeier wiedersehen, dürfen sie sich natürlich miteinander unterhalten. Jedoch sollten Sie dabei Rücksicht auf die Situation der Angehörigen nehmen und Gespräche auf einen Zeitpunkt nach der Trauerfeier verlegen.

Nach der Beerdigung

Der sogenannte Leichenschmaus ist ein wichtiger Bestandteil der Trauerbewältigung.

Üblicherweise werden Trauergäste im Vorfeld der Beerdigung oder im direkten Anschluss daran von den Angehörigen des Verstorbenen zum sogenannten Leichenschmaus bzw. Trauerkaffee eingeladen. Die Trauernden kommen oft in einem Restaurant oder ab und zu auch zuhause zusammen und tauschen sich bei Kaffee und Kuchen über ihre Erinnerungen an den Verstorbenen und dessen Tod aus. Das Zusammenkommen und die Gespräche über den Verstorbenen sind sehr hilfreich und ein wichtiger Teil von Bestattungen und vor allem auch der Trauerhilfe und Trauerbewältigung. Denn sowohl Hinterbliebene als auch Freunde und Bekannte des Verstorbenen erfahren durch den gemeinschaftlichen Austausch, dass sie über ihre Trauer reden können und nicht allein sind.

Die Kosten für eine Beerdigung

Die Beerdigungskosten können stark variieren und lassen sich daher nur schwer vergleichen. Das liegt an unterschiedlichen Umständen. Einerseits nimmt bereits die Auswahl einer bestimmten Bestattungsart Einfluss auf die Kosten einer Beerdigung. Beispielsweise ist eine Erdbestattung in einem Sarg teurer als eine Urnenbeisetzung, weil ein größeres Grab benötigt wird. Jedoch ist eine anonyme Bestattung im Vergleich am günstigsten, da zusätzliche Kosten für einen Grabstein entfallen und geringere Friedhofsgebühren erhoben werden. Aber auch die individuelle Preisgestaltung, die Bestatter für ihre Leistungen festsetzen, beeinflusst die Bestattungskosten.

Kosten der Bestattung im Überblick

Häufig gestellte Fragen

Was kostet die günstigste Beerdigung?

Das Angebot eines Bestatters setzt sich aus drei Kostenblöcken zusammen:

  • eigene Dienstleistungen und Waren
  • weitere Leistungen auf Wunsch der Auftraggeber (Trauerdruck, Blumenschmuck usw.)
  • Friedhofsgebühren und sonstige Gebühren/Entgelte (sogenannte durchlaufende Posten)

Die günstigste Beerdigung ist in der Regel die anonyme Bestattung. Wenn ein Verstorbener zu einem nicht bekannten Zeitpunkt und ohne namentliche Kennzeichnung auf einem Gemeinschaftsgrabfeld beigesetzt wird, handelt es sich um eine anonyme Bestattung/anonyme Beerdigung. Traueranzeigen mit Angaben zur Beisetzung werden im Rahmen dieser Bestattungsart nicht aufgegeben, weil Trauergäste in der Regel nicht zugelassen sind.

mehr erfahren

Welche Kleidung trägt man bei einer Beerdigung?

Es ist üblich, dass Trauergäste sich entsprechend kleiden und weder eine grelle oder ungepflegte Garderobe noch besonders auffälliges Make-up tragen. Im Gegensatz dazu wird ein zurückhaltender Kleidungsstil bevorzugt, der bei dunklen Farbtönen anfängt und bis hin zu Schwarz reicht.

Daher ist es angebracht, dass Männer einen schwarzen Anzug, ein weißes Hemd und eine Krawatte tragen. Wenn Frauen keinen Hosenanzug, sondern Röcke oder Kleider tragen, sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu kurz sind und zu viel vom Bein zeigen. 

mehr erfahren

Was muss man tun wenn jemand stirbt?

Bei einem Todesfall zu Hause, im Alten- oder Pflegeheim ist zunächst ein Arzt zu benachrichtigen, damit dieser die Todesbescheinigung (Totenschein) ausstellen kann. Im Alten- oder Pflegeheim übernimmt in der Regel diese die Verständigung des Arztes. Wenn der Arzt nicht bescheinigen kann, dass ein natürlicher Tod vorliegt, muss die Polizei benachrichtigt werden. Das hat nichts mit einer möglichen Straftat oder einer unterstellenden Vermutung zu tun, sondern muss von Amts wegen her passieren.

mehr erfahren

Wer zahlt die Beerdigungskosten?

Die bestattungspflichtigen Angehörigen sind dazu verpflichtet, die Bestattung zu veranlassen. In den Bestattungsgesetzen der einzelnen Bundesländer wird der Kreis der Bestattungspflichtigen genannt.

Wer bestattungspflichtig ist, muss sich um die Bestattung kümmern. Kümmert er sich nicht, hat die zuständige Ordnungsbehörde eine Ersatzvornahme zu veranlassen.

mehr erfahren

Wie läuft eine Bestattung ab?

Die Trauerfeier findet oft in einer Trauerhalle auf dem Friedhof statt. Nachdem die Trauerfeier abgehalten wurde, wird der Verstorbene zum Beispiel bei einer Erdbestattung auf einem Friedhof in sein Grab hinabgelassen, oder um es anders aber nicht weniger gebräuchlich zu formulieren, in sein Grab „gelegt".

mehr erfahren