Das Wichtigste in Kürze

  • Sterbende Menschen durchlaufen einen Sterbeprozess, sofern der Tod nicht abrupt eintritt – beispielsweise durch einen tödlichen Unfall.
  • Der Sterbeprozess wird in unterschiedliche Phasen unterteilt – die Rehabilitationsphase, die Terminalphase und die Finalphase.
  • Die unterschiedlichen Phasen des Sterbeprozesses gehen oft mit spezifischen Symptomen einher.

Was ist der Sterbeprozess und wann beginnt dieser?

Wenn Menschen aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses oder einer schweren Krankheit im Sterben liegen, durchlaufen diese den beginnenden Sterbeprozess. Im Gegensatz zum plötzlich eintretenden Tod, der beispielsweise durch einen tödlichen Unfall verursacht wird, erstreckt sich der Sterbeprozess über einen längeren Zeitraum. Dieser wird in die Phasen des Sterbens unterteilt, in denen sich oft bestimmte Anzeichen für den bevorstehenden Tod erkennen lassen.

Wie lange kann sich das Sterben hinziehen?

Der Sterbeprozess verläuft sehr individuell, sodass sich die genaue Dauer des Sterbens nicht exakt eingrenzen lässt. Das eigentliche Sterben kann sich über Stunden, einige Tage oder auch länger hinziehen. Der Verlauf und die Dauer des Sterbeprozesses hängen vor allem von Vorerkrankungen, dem Alter und der körperlichen Verfassung ab.

Welche Anzeichen für den Sterbeprozess gibt es?

Anzeichen für den Sterbeprozess zeigen sich meist darin, dass Körperfunktionen allmählich nachlassen. Häufig verändern sich Appetit, Durst, Schlaf, Atmung, Bewusstsein und Durchblutung. Der Verlauf ist jedoch individuell: Nicht jedes Anzeichen tritt bei jedem Menschen auf, und einzelne Veränderungen bedeuten nicht immer, dass der Tod unmittelbar bevorsteht.

Frühe Anzeichen im Sterbeprozess

Frühe Anzeichen im Sterbeprozess sind oft zunehmende Schwäche, Müdigkeit und ein geringeres Bedürfnis nach Nahrung und Flüssigkeit. Viele sterbende Menschen schlafen mehr, sprechen weniger und ziehen sich zunehmend zurück. Auch Unruhe, Verwirrtheit oder ein veränderter Tag-Nacht-Rhythmus können auftreten. 

Späte Anzeichen im Sterbeprozess

Späte Anzeichen im Sterbeprozess betreffen häufig Atmung, Hautfarbe und Durchblutung. Die Atmung kann flacher, unregelmäßiger oder rasselnd werden; die sogenannte Rasselatmung tritt ein. Hände und Füße fühlen sich oft kalt an. Kurz vor dem Tod können blasse, gräuliche oder fleckige Hautveränderungen auftreten. Auch ein eingefallenes Gesicht, schwächere Reaktionen und sehr lange Schlafphasen sind möglich. 

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Die Phasen des Sterbens: Was passiert beim Sterben?

Nicht jeder Sterbeprozess nimmt den gleichen Verlauf. Doch oft lassen sich Ähnlichkeiten feststellen.

Der natürliche Sterbeprozess von Menschen wird von der Medizin in drei Phasen des Sterbens unterteilt, die mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen. Jedoch verläuft nicht jeder Sterbeprozess gleich. Daher müssen sich nicht zwangsläufig in jedem Sterbefall die gleichen Symptome in den unterschiedlichen Sterbephasen äußern. Jedoch gibt es Anzeichen für den bevorstehenden Tod, die sich immer wieder in den verschiedenen Phasen des Sterbens erkennen lassen.

Rehabilitationsphase des Sterbeprozesses

In der Rehabilitationsphase beginnt der natürliche Sterbeprozess mit einer am Ende tödlich verlaufenden Krankheit. Die Krankheit schreitet voran und nicht selten werden sterbende Menschen allmählich pflegebedürftig. Die erwartete Lebenszeit liegt in der Rehabilitationsphase bei einigen Monaten, in seltenen Fällen kann sie auch einige Jahre betragen. 

Symptome in der Rehabilitationsphase des Sterbeprozesses

  • Krankheit schreitet voran
  • langsam werden Sterbende pflegebedürftig
  • Lebenserwartung liegt bei einigen Monaten

Terminalphase des Sterbeprozesses

Hat die Krankheit bereits ein Stadium erreicht, in dem keine Heilung mehr prognostiziert werden kann, wird von der Terminalphase gesprochen. In dieser Phase des Sterbens wird die körperliche Verfassung zunehmend schlechter. Deshalb sind Sterbende in dieser Phase oft auf die Unterstützung und Pflege von anderen Menschen angewiesen.

Symptome in der Terminalphase des Sterbeprozesses

  • geschwächtes Immunsystem
  • Schwäche und Bettlägerigkeit
  • Angstzustände
  • Atemnot
  • Konzentration lässt nach
  • Appetitlosigkeit
  • allgemeines Desinteresse
  • Inkontinenz
  • Todesdreieck (Dreieck des Todes)

Finalphase des Sterbeprozesses

Die letzten 48 Stunden vor dem Tod

Der eigentliche, körperliche Sterbeprozess beginnt in der sogenannten Finalphase, in der Regel in den letzten 48 Stunden vor dem Tod. Wenn im Sterben liegende Menschen nur noch wenig sprechen und viel schlafen, ist das oft ein erstes Anzeichen für den Beginn des körperlichen Sterbeprozesses. Der Stoffwechsel fährt herunter, Hunger- und Durstgefühl lassen nach. Die Durchblutung wird schlechter, der Körper trocknet aus. Auch die Atmung sterbender Menschen wird kurz vor dem Tod flacher und unregelmäßiger. In der Finalphase des Sterbeprozesses lässt sich häufig feststellen, dass die Körperfunktionen insgesamt nachlassen. Wie der Sterbeprozess jedoch im Einzelfall genau verläuft und welche Symptome für das baldige Sterben sprechen, ist immer unterschiedlich.

Symptome in der Finalphase des Sterbeprozesses

  • Appetitlosigkeit
  • flache Atmung
  • Austrocknung des Körpers
  • schlechte Durchblutung
  • schlaffe Muskulatur
  • blasse, gräuliche Verfärbung der Haut
  • Bildung dunkler Flecken auf der Haut
  • Rasseln der Lunge
  • Einsinken der Augen- und Wangenpartie

Was ist das Todesdreieck?

Bei dem sogenannten Todesdreieck handelt es sich um eine blasse bis gräuliche Verfärbung im Gesicht, die bei sterbenden Menschen vor allem um Mund und Nase sichtbar werden kann. Das Phänomen wird auch als Dreieck des Todes bezeichnet und gilt als Anzeichen dafür, dass der Sterbeprozess weit fortgeschritten ist und der Eintritt des Todes bevorsteht.

Das Todesdreieck entsteht, weil die Durchblutung in der Finalphase des Sterbeprozesses nachlässt. Der Körper versorgt lebenswichtige Organe zunehmend vorrangig, wodurch unter anderem das Gesicht, Hände und Füße schlechter durchblutet werden. Dadurch wirkt das Gesicht oft eingefallen, blass oder gräulich.

Wie kann der Sterbeprozess erleichtert werden?

Es ist wichtig, sterbenden Menschen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein.

Wenn Menschen im Sterben liegen, ist es wichtig, ihnen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein. Daher leisten Angehörige oft Hilfe in Form von Sterbebegleitung, um sterbenden Verwandten die letzten Wochen, Tage und Stunden des Lebens so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Sterbebegleitung kann sowohl im gewohnten Umfeld zu Hause stattfinden als auch im Hospiz von professionellen Sterbebegleitern geleistet werden. Unter anderem können folgende Dinge den Sterbeprozess erleichtern:

  • nicht zur Nahrungsaufnahme zwingen
  • mit Flüssigkeit versorgen (Lippen befeuchten)
  • die Extremitäten wärmen
  • bei schwerer Atmung Oberkörper aufrichten
  • für frische Luft sorgen
  • Geduld im menschlichen Umgang beweisen
  • Nähe zeigen
  • eine angenehme und vertraute Atmosphäre

Lässt sich der Sterbeprozess aufhalten?

Es ist für jeden Angehörigen und Freund schwer, einen geliebten Menschen zu begleiten, der im Sterben liegt. Daher ist es verständlich, dass man sich wünscht, dieser würde am Leben bleiben. So groß der Wunsch auch ist: Wenn ein Krankheitsverlauf oder der natürliche Alterungsprozess und der damit einhergehende Sterbeprozess weit vorangeschritten sind, ist der Todesfall nicht aufzuhalten. Auch wenn der Tod eines geliebten Menschen für die Hinterbliebenen eine schmerzhafte Erfahrung ist und von Trauer begleitet wird, ist er für schwer kranke und leidende Menschen oft eine Erlösung.

Häufig gestellte Fragen

Der Sterbeprozess und dessen Anzeichen können sich unterschiedlich äußern. Jedoch lässt sich sagen, dass in der Regel die Körperfunktionen sterbender Menschen stark eingeschränkt sind und mit dem Verlauf des Sterbeprozesses immer mehr nachlassen. Eine flache Atmung sowie eine schlechte Durchblutung sind zwei beispielhafte Symptome.

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Wenn Menschen aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses oder einer schweren Krankheit dem Tod entgegensehen, ist vom einsetzenden Sterbeprozess die Rede.

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Im fortgeschrittenen Stadium des Sterbeprozesses kommt es oft dazu, dass Menschen nicht mehr richtig husten und schlucken können. Dadurch sammelt sich Schleim im Rachen und den Bronchien, der beim Atmen zu einem Rasseln in den Lungen führt. Dieses Geräusch wird als Rasselatmung bezeichnet.

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Elke Herrnberger
Artikel geschrieben von: Elke Herrnberger

Elke Herrnberger ist als Pressesprecherin für die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes Deutscher Bestatter und seiner angeschlossenen Gesellschaften zuständig.

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