Schonvermögen: Freibeträge für eine Bestattungsvorsorge

In einer finanziellen Notlage dürfen Angehörigen die Bestattungskosten für ein verstorbenes Familienmitglied nicht zugemutet werden. Bei Beantragung einer Sozialbestattung darf das Sozialamt zur Begleichung der Beerdigungskosten im Regelfall nicht auf das sogenannte Schonvermögen hilfsbedürftiger Angehöriger zugreifen. Erfahren Sie mehr.


Was ist Schonvermögen?

Das sogenannte Schonvermögen wird im deutschen Sozialrecht und Unterhaltsrecht geregelt. Der Begriff bezeichnet bestimmte Freibeträge des Geldvermögens, die hilfsbedürftige Menschen nicht für die Grundsicherung einsetzen müssen.

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Schonvermögen und Bestattungsvorsorge

Das Schonvermögen spielt auch im Zusammenhang der Bestattungsvorsorge eine wichtige Rolle. Haben hilfsbedürftige Menschen eine angemessene Sterbegeldversicherung oder einen Bestattungsvorsorgetreuhandvertrag, so gehört in der Regel das darin zweckmäßig gebundene Kapital zum sogenannten Schonvermögen.

Schonvermögen und Sozialbestattung

Verstirbt ein geliebter Mensch, sind dessen Angehörige gesetzlich dazu verpflichtet, die Bestattung zu organisieren. In den meisten Fällen müssen sie nach der Kostentragungspflicht auch die Beerdigungskosten tragen.

Es kann jedoch vorkommen, dass Hinterbliebene aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht dazu in der Lage sind. Laut Paragraf 74 SGB XII dürfen Angehörigen in dieser Situation die Bestattungskosten nicht zugemutet werden.

In einem solchen Fall kann die Kostenübernahme für die Beisetzung beim zuständigen Sozialamt beantragt werden. Ob angemessene Sterbegeldversicherung oder Bestattungsvorsorgetreuhandvertrag – beantragen Angehörige aufgrund ihrer finanziellen Notlage eine Sozialbestattung für ein verstorbenes Familienmitglied, hat das Sozialamt zur Begleichung der Bestattungskosten keinen Zugriff auf das in der Bestattungsvorsorge der Angehörigen gebundene Vermögen. 

Seit dem 01.04.2017 wurde das entsprechende Schonvermögen für Beerdigungskosten auf 5.000 Euro angehoben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Schonvermögen?

Schonvermögen bezeichnet Vermögen, das vor dem Zugriff Dritter geschützt ist. Beispielsweise gehört das in einer Sterbegeldversicherung oder einem Bestattungsvorsorgetreuhandvertrag zweckgebundene Kapital zum Schonvermögen. Das bedeutet: Beantragen hilfsbedürftige Angehörige aufgrund einer finanziellen Notlage eine Sozialbestattung für ein verstorbenes Familienmitglied, darf das Sozialamt zur Begleichung der Bestattungskosten nicht auf das Vermögen aus der Bestattungsvorsorge der Angehörigen zugreifen.

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Wie hoch ist das Schonvermögen für Bestattungskosten?

Seit dem 01.04.2017 wurde das Schonvermögen für Beerdigungskosten auf 5.000 Euro angehoben.

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