Grablaterne: Grableuchten als Grabschmuck auf dem Friedhof

Grablaternen sind eine Form von Grabschmuck. Darüber hinaus sind sie christliche Symbole für das ewige Licht und ein Ausdruck der Erinnerung an Verstorbene.


Was sind Grablaternen?

Oft wird der Tod mit ewiger Dunkelheit assoziiert. Vor diesem Hintergrund erfüllt seit Jahrhunderten das Aufstellen von Grablaternen an Grabstätten einen bestimmten Zweck. Denn diese symbolisieren dem christlichen Glauben nach unter anderem das ewige Licht, das Verstorbenen den Weg ins Jenseits leuchten soll. Zudem ist das Licht im Christentum ein Symbol für die Hoffnung, Auferstehung und Erlösung durch Jesus Christus. Daher lässt sich sagen, dass Grablaternen weitaus mehr sind als lediglich Grabschmuck, der am Grab aufgestellt wird. Grablaternen, auch Grableuchten genannt, sind Trost spendende Symbole und Ausdruck der Erinnerung an Verstorbene sind.  

Wann werden Grablaternen aufgestellt?

Angehörige und Freunde können jederzeit beim Besuch der Grabstätte eines Verstorbenen in Erinnerung an den geliebten Menschen eine Kerze entzünden und diese in einer Grablaterne aufstellen. Der symbolische Brauch ist nicht anlassgebunden. Jedoch werden an bestimmten Feiertagen und Gedenktagen besonders häufig in Erinnerung an Verstorbene Kerzen angezündet und in Grablaternen aufgestellt. Unter anderem gehören folgende Gedenk- und Feiertage dazu:


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Das Design von Grablaternen

Grablaternen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Die Auswahl reicht von klassischen Modellen über moderne Exemplare bis hin zu aufwendig verzierten Grablaternen. Das große Angebot bedient jeden Geschmack. Auch wenn sich die Gestaltung von Grablaternen unterscheidet, bleibt der grundsätzliche Aufbau gleich. Dieser ist an folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • Generell hat eine traditionelle Grablaterne ein abnehmbares Dach oder eine Seitentür, die sich öffnen lässt, damit im Inneren eine Kerze platziert werden kann.
  • Glas- oder Kunststofffenster bieten Kerzen Schutz vor Wind und Wetter.
  • Meist ist die Grundform der Laternen rechteckig oder rund. Es gibt auch Modelle, die beispielsweise eine kreuzförmige Grundform haben.

Grablampen als Grabschmuck

Grablaternen sind ein christliches Symbol für das ewige Licht.

Gestaltungsmöglichkeiten dank Grabvasen, Grabschalen und Grabbepflanzung

Grableuchten werden oft im Set angeboten. Beispielsweise bieten zu Laternen passende Grabvasen und Grabschalen die Möglichkeit der einheitlichen Grabgestaltung, sodass Grabstätten stets gepflegt erscheinen. Schöne Grabbepflanzung rundet den Gesamteindruck ab. Zudem kann sie die Grabpflege erleichtern, wenn es sich bei den Pflanzen um Bodendecker handelt. Diese wachsen niedrig und breiten sich schnell großflächig aus. Auch sind Bodendecker robust und verhindern, dass sich unerwünschtes Unkraut auf dem Grab ausbreitet.

Geeignetes Material für Grablaternen

Grablaternen sind ganzjährig Wettereinflüssen wie Wind, Regen, Kälte und Hitze ausgesetzt. Daher ist nicht nur Material für die Laternen gefragt, das dem persönlichen Geschmack entspricht. Ebenso muss dieses wetterfest sein, damit Grableuchten den Wetterbedingungen standhalten. Deshalb werden diese aus unter anderem folgenden Materialien angeboten:

  • Grablaternen aus Stein
  • Grablaternen aus Kupfer
  • Grablaternen aus Aluminium
  • Grablaternen aus Edelstahl
  • Grablaternen aus Bronze
  • Grablaternen aus Granit
  • Grablaternen aus Metallguss

Grablaternen fürs Kindergrab

Für Kindergräber gibt es spezielle Laternen, die in der Regel verspielter gestaltet sind. Beispielsweise zieren Engel- und Tiermotive sowie Sterne die Laternen, sodass diese als passender Grabschmuck für das Grab eines verstorbenen Kindes dienen können – auch für sogenannte Sternenkinder, die tot geboren oder kurz nach der Geburt verstorben sind. 

Welche Leuchtmittel für Grablaternen gibt es?

Klassischerweise werden in Grablaternen Grablichter aufgestellt. Diese bestehen aus Paraffin oder Pflanzenöl und die Brenndauer kann bis zu einer Woche anhalten. Oft werden auch Kerzen in Grablaternen aufgestellt. Der Nachteil: Die Brenndauer ist kürzer.

LED-Grableuchten als Alternative zu herkömmlichen Grablaternen

Immer öfter findet man auf Friedhöfen LED-Grableuchten als Grabschmuck. Auf den ersten Blick ist ein Unterschied zu einer herkömmlichen Grablaterne kaum auszumachen. Das liegt daran, dass die Leuchten oft über einen Effekt verfügen, der flackernde Flammen nachahmt. Der Vorteil der batteriebetriebenen Leuchten ist, dass es keine offene Flamme gibt, die ungeschützt vor Wind und Wetter ist.

Solar-Grableuchten für Grabstätten

Solarbetriebene Grableuchten sind eine weitere Alternative. Der große Vorteil: Die Leuchten sind besonders ressourcenschonend. Tageslicht speist den Energiespeicher der Leuchten, die sich automatisch bei Einbruch der Dunkelheit entzünden.

Grablaternen aufstellen und befestigen

Kleinere Grablaternen haben zur Befestigung oft einen Erdspieß. Dieser wird ins lockere Erdreich gesteckt, sodass die Laterne einen sicheren Stand hat. Es gibt auch Modelle mit einem zusätzlichen Stab. Dieser lässt sich ebenfalls im Erdreich befestigen und verfügt am oberen Ende über einen Haken, an dem sich die Grablaterne aufhängen lässt. Größere Varianten können aufgrund ihres Gewichts einfach ebenerdig aufgestellt werden.