Friedhofskapellen auf Friedhöfen

In einer Friedhofskapelle werden oft Trauerfeiern ausgerichtet. Erfahren Sie mehr auf unserer Seite.


Was ist eine Friedhofskapelle?

Ein Friedhof ist nicht nur ein Ort, an dem Verstorbene beigesetzt werden und Angehörige Abschied nehmen können. Für viele Hinterbliebene sind Friedhöfe zudem Orte der Erinnerung, des Gedenkens an geliebte verstorbene Menschen. Zu diesem Zweck findet man oft kleine sakrale Bauten auf Friedhöfen, die beispielsweise für Trauerfeiern, Andachten und Gottesdienste bestimmt sind. Diese Gebäude werden Friedhofskapellen genannt.

  

Welche Funktionen hat eine Friedhofkapelle?

Oft lässt sich an der Namensgebung unterschiedlicher Kapellen erkennen, welche Funktion diese haben. So werden Friedhofskapellen häufig für die Ausrichtung von Trauerfeiern genutzt, die im Rahmen von Bestattungen stattfinden. Hingegen dazu verrät beispielsweise die Bezeichnung eines sakralen Gebäudes als Taufkapelle, dass diese für Taufen vorgesehen ist. Grabkapellen wiederrum werden häufig als Grabstätten genutzt.

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Bekannte Friedhofskapellen

Neben neueren sakralen Kleinbauten findet man heute ebenfalls ältere bekannte Friedhofskapellen auf Friedhöfen. Die Ursprünge der Gebäude reichen vom 12. über das 14. bis hin zum 16. Jahrhundert. Ein berühmtes Beispiel in Deutschland: die im 10. Jahrhundert erbaute Friedhofskapelle Bebertal. Andere prominente Exemplare findet man in Österreich, darunter die Magdalenenkapelle Hall – die älteste Friedhofskapelle Tirols. Oft sind ältere Kapellen mit Wandmalereien verziert und daher kunsthistorisch von Interesse.

Die Entwicklung von Friedhofskapellen

Vorläufer heutiger Friedhofskapellen wurden bereits im 11. Jahrhundert nördlich der Alpen erbaut, meist zweigeschossig. Im oberen Altarraum wurden Totenmessen abgehalten, das Untergeschoss war für die Aufbewahrung der Gebeine Verstorbener vorgesehen. Entsprechend des Zweckes wurde das Untergeschoss auch als Beinhaus oder Ossarium – abgeleitet vom lateinischen "os" für Knochen – bezeichnet.

Friedhöfe wurden einstig aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zur Kirche auch Kirchhöfe genannt. Doch dies änderte sich im 18. Jahrhundert. Zunehmend wurden Friedhofsflächen verlagert und waren damit örtlich nicht mehr länger an Gotteshäuser gebunden. Dadurch wuchs gleichzeitig der Bedarf an kleinen sakralen Bauten auf den neu angesiedelten Friedhofsflächen, um auch dort Totenmessen und Trauerfeiern abhalten zu können. So entstanden immer mehr Friedhofskapellen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Friedhofskapelle?

Friedhofskapellen sind kleine sakrale Bauten auf Friedhöfen. In den Gebäuden werden beispielsweise Totenmessen abgehalten oder Trauerfeiern ausgerichtet.

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