Ausbildung hat Tradition

Die qualitätsorientierte Aus- und Fortbildung im Bestattungsgewerbe hat Tradition. Seit seiner Gründung bzw. der Neugründung in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts haben sich der Bundesverband Deutscher Bestatter und die dazugehörigen Landesfachverbände um eine inhaltlich fundierte und geordnete Ausbildung intensiv gekümmert.

Der „Fachgeprüfte Bestatter“ war der erste Fortbildungsgang, den der Verband initiiert und zunächst verbandsintern mit einer entsprechenden Prüfung abgeschlossen hat. Um die Neutralität des Prüfungsausschusses zu dokumentieren, war dieser mit Prüfern aus mehreren Landesfachverbänden besetzt.

Einführung der Rechtsvorschriften

Mit der Einführung der Besonderen Rechtsvorschriften für die Fortbildung zum/zur „Geprüften Bestatter/in“ haben sieben Handwerkskammern auf der Grundlage von § 46 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetztes in Verbindung mit § 91 der Handwerksordnung verbindliche Regelungen erstellt, die die Zulassung und Prüfung betreffen. Ergänzt werden diese Regelungen mit den Fortbildungsprüfungsordnungen „Geprüfte/r Thanatopraktiker/in“, „Geprüfte/r Kremationstechniker/in“, „Bestatter/in im Notfalleinsatz“ und „Geprüfte/r Kundenberater/in Friedhofsservice“.

Die Verbandsprüfung wurde durch eine öffentlich-rechtliche Prüfung vor der Handwerkskammer abgelöst, und der Berufsabschluss fand mit einer geschützten Bezeichnung im handwerksähnlichen Gewerbe Anerkennung. Die Zugehörigkeit zum Handwerk bestimmt Qualität und Ausrichtung der Ausbildung.

Mit der Verordnung über die Entwicklung und Erprobung des Ausbildungsberufes Bestattungsfachkraft vom 3. Juli 2003 sind die gesetzlichen Grundlagen für einen gemeinsamen Ausbildungsberuf von Bestattern und Friedhofsverwaltern geschaffen worden. Seit dem 01.08.2003 wird dieser Ausbildungsberuf angeboten. Es handelt sich um eine dreijährige Ausbildung nach § 28 Abs. 3 BBiG.

Am 1. Januar 2010 ist die Bestattermeisterverordnung in Kraft getreten. Sie löst damit als bundesweite gesetzliche Regelung die Fortbildungsprüfungen zum Bestattermeister (Funeralmaster) ab.