Was der Todestag bedeutet
Der Todestag wird häufig auch Sterbetag genannt. Unabhängig von der Bezeichnung ist damit nicht nur der Tag gemeint, an dem eine Person gestorben ist. Auch das wiederkehrende Datum, an dem sich der Tag des Todes jährt, wird als Todestag bezeichnet. Mit dem Begriff wird also auch der Jahrestag beschrieben.
Der erste Todestag
Weshalb der Jahrestag des Todes oft belastend ist
Der erste Todestag eines geliebten Menschen ist für viele Angehörige belastend. Einerseits, weil ihnen bewusst wird, wie sehr sie die verstorbene Person vermissen und wie sie das vergangene Jahr der Trauer erlebt haben. Andererseits, weil schmerzliche Erinnerungen wieder aufkommen, die erneut Trauer auslösen können. Beides bestimmt oft die Gefühlswelt, die Angehörige am ersten Todestag erleben, sodass dieser Tag viele Trauernde auf die emotionale Probe stellt.
Den Todestag begehen
Jeder trauert auf seine Weise, wenn sich ein Todestag jährt. Manche möchten diesen Tag gemeinsam begehen, zum Beispiel mit der Familie oder mit Freunden. Andere bevorzugen es, den Todestag still zu verbringen. Wichtig ist, den Tag so zu gestalten, dass er sich richtig anfühlt und zu den persönlichen Bedürfnissen passt.
Gemeinsam den Todestag feiern
Viele Trauernde möchten den Todestag nicht allein begehen, sondern in Gesellschaft verbringen – etwa im kleinen Kreis der Familie oder mit engen Freunden. Gemeinsam kann man in Gedenken an den Verstorbenen schöne Erinnerungen austauschen, alte Fotos anschauen oder auf dem Friedhof das Grab besuchen und als Zeichen der Liebe eine Kerze anzünden. Auch gemeinsame Gebete können am Todestag eines Menschen Trost spenden.
Den Todestag allein begehen
Es gibt aber auch Trauernde, die den Todestag lieber allein begehen. Die stille Erinnerung an den Verstorbenen kann ganz persönlich gestaltet werden, ohne Erwartungen von außen erfüllen zu müssen. Beispielsweise kann in Gedenken ein Brief an den geliebten Menschen geschrieben werden. Auch die Lieblingsmusik der verstorbenen Person zu hören, kann tröstlich sein.
Traditionen und Bräuche am Todestag
Das Gedenken an Verstorbene hat in vielen Kulturen eine lange Tradition. Auch, wenn sich Bräuche und Rituale kulturell unterscheiden, so haben sie doch im Kern eines gemeinsam: Sie dienen der Erinnerung an Verstorbene und helfen oft bei der Trauerarbeit.
Totenmessen
In der katholischen Kirche wird zum Todestag häufig ein sogenanntes Seelenamt abgehalten – eine spezielle Form der Totenmesse. Dabei wird dem Glauben nach für die Vergebung der Sünden gebetet, um die Seelen der Verstorbenen aus dem Fegefeuer zu erlösen. Viele Trauernde empfinden das gemeinsame Gebet am Todestag als tröstlich, weil es zeigt, dass sie in ihrer Trauer nicht allein sind.
Totengedenken
Seit jeher ist der Friedhof ein Ort der Trauer und des Gedenkens. Gerade an Gedenktagen wie dem Todestag besuchen Angehörige oft den Friedhof, um die Gräber von Verstorbenen zu schmücken. So werden an den Grabstätten meist Blumen und Gestecke niedergelegt, Grablichter aufgestellt und Kerzen angezündet. All das sind Gesten der Wertschätzung und Erinnerung.
Traueranzeigen
Traueranzeigen werden in der Regel kurz nach dem Todesfall aufgegeben, um öffentlich über den Tod eines Familienmitglieds und die Beisetzung zu informieren. Manchmal schalten Angehörige aber auch an Todestagen Traueranzeigen, um an den verstorbenen Menschen zu erinnern und ihre Liebe zu bekunden.
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Beileid zum Todestag
Auch, wenn man als guter Freund den Wunsch hat, einem Hinterbliebenen am Todestag eines geliebten Menschen beizustehen und Mitgefühl zu zeigen: Es ist nicht üblich, am sich jährenden Todestag beispielsweise eine Trauerkarte zu schreiben und erneut zu kondolieren. Hingegen ist es oft besser, an diesem Tag einfach für den Trauernden da zu sein – sofern die trauernde Person das möchte und den Todestag nicht allein begehen will.
Elke Herrnberger ist als Pressesprecherin für die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes Deutscher Bestatter und seiner angeschlossenen Gesellschaften zuständig.
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