Das Wichtigste in Kürze
- Grabpflege umfasst alle Maßnahmen zur dauerhaften Pflege eines Grabes.
- Die Kosten für Grabpflege variieren stark und können über die gesamte Ruhezeit mehrere Tausend Euro betragen.
- Zur Grabpflege ist verpflichtet, wer das Nutzungsrecht an der Grabstätte hat. Meist handelt es sich dabei um die Erben der verstorbenen Person.
- Grabpflegekosten sind in der Regel nicht steuerlich absetzbar.
Was bedeutet Grabpflege?
Unter Grabpflege versteht man alle Maßnahmen, die das Grab dauerhaft gepflegt und ordentlich halten. Dazu gehört unter anderem das Entfernen von Unkraut, das Gießen von Pflanzen, die saisonale Grabbepflanzung sowie die Reinigung von Grabstein und Einfassung.
Wer ist für die Grabpflege verantwortlich?
Grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Grabpflege bei der Person, die das Nutzungsrecht an der Grabstätte besitzt. Das sind in der Regel die Erben des Verstorbenen, die dann aus sittlichen Gründen zur Grabpflege verpflichtet sind. Eine einheitliche gesetzliche Regelung gibt es jedoch nicht.
Grabpflege selbst übernehmen oder durchführen lassen?
Angehörige können die Grabpflege selbst übernehmen oder einen professionellen Dienst beauftragen, etwa eine Friedhofsgärtnerei. Beide Wege haben Vor- und Nachteile:
- Eigene Grabpflege: Persönlich, aber zeit- und kraftaufwendig
- Professionelle Grabpflege: Entlastend, planbar und zuverlässig
Gerade bei größerer Entfernung zum Friedhof oder aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen kann die Grabpflege herausfordernd sein. In solchen Fällen ist es oft sinnvoll, einen externen Dienstleister mit der Pflege des Grabes zu beauftragen.
Grabpflegekosten – womit Angehörige rechnen sollten
Die Kosten der Grabpflege sind vor allem abhängig davon, ob Angehörige diese selbst übernehmen oder ob eine Gärtnerei damit beauftragt wird. Im letzteren Fall sind die Kosten höher und werden von folgenden Faktoren beeinflusst:
- der Grabart
- der Größe des Grabes
- der gewünschten Bepflanzung
- dem vereinbarten Leistungsumfang (Kurzzeitgrabpflege, Jahresgrabpflege, Dauergrabpflege)
- regionalen Preisschwankungen
Einmalige Kosten für Grabpflege
Grundsätzlich gibt es im Rahmen der Grabpflege Kosten, die für einmalige Leistungen anfallen. Dazu gehören Kosten für:
- die Erstanlage des Grabes
- die Neuanlage des Grabes
- die Grabauflösung
Was kostet Grabpflege insgesamt?
Da Gräber über die gesamte Ruhezeit gepflegt werden müssen, können sich die Kosten für die Grabpflege über die Jahre hinweg auf mehrere Tausend Euro summieren. Die exakten Grabpflegekosten lassen sich pauschal nicht beziffern, unter anderem, weil sich die Preise regional sehr stark unterscheiden. Wenn Sie mehr zum Thema Grabpflegekosten erfahren möchten, klicken Sie einfach auf den unteren Button.
Häufig gestellte Fragen
Die Grabpflegekosten sind vor allem abhängig davon, wer diese übernimmt. Kümmern sich Angehörige selbst um die Grabpflege, können die Kosten vergleichsweise geringgehalten werden. Die Kosten steigen, wenn beispielsweise eine professionelle Friedhofsgärtnerei mit der Pflege des Grabes beauftragt wird.
Die Kosten lassen sich pauschal nicht beziffern, da diese von vielen Faktoren beeinflusst werden. Jedoch lässt sich sagen, dass die Kosten über die gesamte Ruhezeit hinweg mehrere Tausend Euro betragen können.
Dr. Simon J. Walter ist Kulturbeauftragter des Bundesverbandes. Als Kulturbeauftragter vertritt er außerdem das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e. V. mit der Stiftung Deutsche Bestattungskultur und den Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes mit der Fachzeitschrift „bestattungskultur".
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