Das Wichtigste in Kürze

  • Die Leichenschau wird von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt.
  • Dabei wird geprüft, ob sichere Todeszeichen vorliegen.
  • Todeszeitpunkt, Todesursache und Todesart werden soweit möglich medizinisch eingeordnet.
  • Die Ergebnisse werden in einer Todesbescheinigung dokumentiert.
  • Vor einer Feuerbestattung kann nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben eine zweite Leichenschau erforderlich sein.

Was ist eine Leichenschau?

Die Leichenschau ist eine ärztliche Untersuchung nach dem Todesfall einer Person. Ihr Zweck ist es, den Tod sicher festzustellen und die Todesart sowie die Todesursache zu ermitteln. Die Ergebnisse einer Leichenschau werden in der Todesbescheinigung dokumentiert. Diese ist für die Durchführung einer Bestattung zwingend erforderlich. 

Wer führt die Leichenschau durch?

Die Leichenschau wird von einer Ärztin oder einem Arzt vorgenommen. Welche Ärztin oder welcher Arzt im konkreten Fall zuständig oder verpflichtet ist, hängt unter anderem von den Umständen des Todes ab.

Bei einem Todesfall zu Hause wird die Leichenschau in der Regel vom Hausarzt, einem Notarzt oder vom ärztlichen Bereitschaftsdienst durchgeführt. Sind die Todesumstände unklar oder nicht natürlich, werden spezialisierte Rechtsmediziner für die Leichenschau hinzugezogen. 

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Wie läuft eine Leichenschau ab?

Bei der Leichenschau untersucht die Ärztin oder der Arzt den Körper der verstorbenen Person. Dabei werden der Tod festgestellt und Hinweise auf Todeszeitpunkt, Todesursache und Todesart geprüft.

Untersuchung des Leichnams

Der Leichnam wird ärztlich untersucht, um sichere Todeszeichen und mögliche äußere Auffälligkeiten festzustellen. Die Untersuchung dient außerdem dazu, Hinweise zu erkennen, die für die Einordnung des Todesfalls relevant sein können. Wie die Untersuchung im Einzelnen durchzuführen ist, ergibt sich aus den jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben.

Feststellung des Todes

Der Tod wird anhand sicherer Todeszeichen festgestellt. Dazu können beispielsweise Totenflecken, Leichenstarre oder andere eindeutige körperliche Veränderungen gehören.

Feststellung des Todeszeitpunkts

Der Todeszeitpunkt wird anhand der vorhandenen Befunde möglichst genau eingeordnet. Nicht immer lässt sich ein exakter Zeitpunkt bestimmen. In solchen Fällen muss vom Arzt ein möglicher Todeszeitraum in der Todesbescheinigung dokumentiert werden.

Feststellung von Todesursache und Todesart

Bei der Leichenschau werden Todesursache und Todesart, soweit möglich, medizinisch beurteilt. Beide Begriffe beschreiben unterschiedliche Aspekte des Todesfalls.

Die Todesursache beschreibt Erkrankungen, Verletzungen oder andere medizinische Ursachen, die zum Tod geführt hat. Die Todesart ordnet dagegen die Umstände des Todes rechtlich ein. Damit ist gemeint, ob es sich um einen natürlichen Tod handelt, oder ob dieser auf unnatürliche Weise eingetreten ist – etwa durch einen Unfall. Ebenso ist es möglich, dass bei einer Leichenschau die Todesart ungeklärt ist und deshalb weitere rechtsmedizinische Untersuchungen erforderlich sind.

Dokumentation in der Todesbescheinigung

Die Ergebnisse der Leichenschau werden in einer Todesbescheinigung festgehalten. Sie wird auch als Totenschein oder Leichenschauschein bezeichnet. Die Todesbescheinigung dokumentiert unter anderem die im Rahmen der Leichenschau getroffenen Feststellungen. 

Was ist eine zweite Leichenschau?

Die zweite Leichenschau ist eine zusätzliche ärztliche Untersuchung vor einer vorgesehenen Einäscherung. Sie dient insbesondere dazu, die bisherigen Ergebnisse der ersten Leichenschau nochmals zu überprüfen und mögliche Hinweise auf einen nicht natürlichen oder gewaltsamen Tod auszuschließen, bevor der Leichnam eingeäschert wird.

Was ist der Unterschied zwischen erster und zweiter Leichenschau?

Die erste Leichenschau dient der ärztlichen Todesfeststellung und der Dokumentation des Todesfalls. Die zweite Leichenschau ist eine zusätzliche Kontrolle im Zusammenhang mit einer geplanten Einäscherung.

Merkmal

Erste Leichenschau

Zweite Leichenschau

Zeitpunktnach Eintritt des Todesvor einer vorgesehenen Einäscherung
ZweckTod feststellen und Todesfall medizinisch einordnenzusätzliche Kontrolle vor der Kremation
ErgebnisDokumentation in der TodesbescheinigungPrüfung nach den geltenden Vorgaben

Was passiert nach der Leichenschau?

Nach Abschluss der Leichenschau wird die Todesbescheinigung für die weiteren erforderlichen Schritte ausgestellt. Welche organisatorischen oder behördlichen Maßnahmen anschließend notwendig sind, hängt vom konkreten Todesfall ab. Bei einem regulären Todesfall kann nach Ausstellung der Todesbescheinigung die Sterbeurkunde beim Standesamt beantragt und die Bestattung organisiert werden. 

Häufig gestellte Fragen

Bei der Leichenschau wird zunächst festgestellt, ob der Tod sicher eingetreten ist. Außerdem werden Todeszeitpunkt, Todesursache und Todesart, soweit möglich, medizinisch beurteilt und dokumentiert.

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Nach einem Todesfall ist eine ärztliche Feststellung und Dokumentation des Todes erforderlich. Die konkreten Pflichten, Abläufe und Zuständigkeiten richten sich nach den Bestattungsvorschriften des jeweiligen Bundeslandes.

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Eine zweite Leichenschau findet insbesondere im Zusammenhang mit einer vorgesehenen Feuerbestattung statt. 

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Nein. Bei der Leichenschau wird der verstorbene Körper ärztlich untersucht, um den Tod festzustellen und den Todesfall einzuordnen. Eine Obduktion ist eine weitergehende Untersuchung, die aus medizinischen oder rechtsmedizinischen Gründen durchgeführt werden kann oder muss.

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Elke Herrnberger
Artikel geschrieben von: Elke Herrnberger

Elke Herrnberger ist als Pressesprecherin für die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes Deutscher Bestatter und seiner angeschlossenen Gesellschaften zuständig.

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