Verhinderungspflege: Ersatzpflege bei Ausfall einer Pflegeperson

Die Verhinderungspflege ist eine Überbrückungsmaßnahme, die in Anspruch genommen werden kann, wenn pflegende Personen sich plötzlich nicht mehr um die Betreuung eines Patienten kümmern können – beispielsweise aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls. Erfahren Sie alles zum Thema auf unserer Seite.


Was ist Verhinderungspflege?

Es kann vorkommen, dass sich eine Pflegeperson beispielsweise krankheitsbedingt vorübergehend nicht um die Pflege eines Patienten kümmern kann. In solchen Fällen besteht ein Anspruch auf Ersatzpflege in Form der sogenannten Verhinderungspflege. Kostenträger ist die Pflegeversicherung.

Voraussetzungen für die Verhinderungspflege

Voraussetzung für den Anspruch auf Verhinderungspflege ist mindestens der Pflegegrad 2. Allerdings besteht die Möglichkeit zur Inanspruchnahme der Leistungen erst dann, wenn der Patient zuvor mindestens für sechs Monate im Rahmen der häuslichen Pflege betreut wurde.

Anspruch auf Verhinderungspflege

Verhinderungspflege ohne Pflegegrad?

Die Leistungen der Verhinderungspflege können nur Patienten mit dem Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 in Anspruch nehmen.

Verhinderungspflege: Höhe der Leistungen

Grundsätzlich beläuft sich die Höhe der jährlich zustehenden Leistungen für die Verhinderungspflege auf maximal 1.612 Euro.

Dauer der Verhinderungspflege

Die Leistungen der Verhinderungspflege können jährlich höchstens für die Dauer von sechs Wochen in Anspruch genommen werden.

Ansprüche der Kurzzeitpflege für Verhinderungspflege nutzen

Es kann vorkommen, dass Patienten Leistungen der Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen, diese aber nicht voll ausschöpfen. Ist das der Fall, kann der verbliebene Leistungsbetrag auf den Leistungsumfang der Verhinderungspflege angerechnet werden. Maximal ist das zu 50 Prozent der Kurzzeitpflegeleistung möglich (806 Euro pro Jahr). Insgesamt stehen Pflegebedürftigen damit jährlich maximal 2.418 Euro für die Verhinderungspflege zur Verfügung.

Pflegegeld während der Verhinderungspflege

Oft stellen sich Pflegebedürftige die Frage, ob während des Zeitraumes der Verhinderungspflege weiterhin Pflegegeld gezahlt wird. Das ist der Fall, allerdings für höchstens sechs Wochen pro Kalenderjahr und maximal in Höhe der Hälfte des zuvor gezahlten Pflegegeldes.

Verhinderungspflege rückwirkend beantragen

Manchmal ist aufgrund unerwarteter Umstände kurzfristig eine Verhinderungspflege erforderlich. Deshalb muss nicht in allen Fällen zwingend ein Antrag gestellt werden, bevor die Leistungen in Anspruch genommen werden können. Wird die Verhinderungspflege ohne Antragsstellung in Anspruch genommen, sollten jedoch alle Belege über entstandene Kosten für beispielsweise Pflegesachleistungen ambulanter Pflegedienste gesammelt werden. Das ist wichtig, damit zu einem späteren Zeitpunkt die Belege bei der Pflegekasse eingereicht werden können, um rückwirkend eine Kostenerstattung zu beantragen.

Häufig gestellte Fragen?

Was bedeutet Verhinderungspflege?

Kommt es plötzlich und unerwartet zum Ausfall einer pflegenden Person, muss die Betreuung und Versorgung von Pflegebedürftigen dennoch aufrecht erhalten bleiben. Eine Ersatzpflege ist kurzfristig erforderlich. Diese wir als sogenannte Verhinderungspflege bezeichnet.

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Welche Voraussetzungen gibt es für die Verhinderungspflege?

Um Anspruch auf die Verhinderungspflege zu haben, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Unter anderem können die Leistungen der Verhinderungspflege nur Patienten mit dem Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 in Anspruch nehmen. Zudem muss vor Inanspruchnahme der Leistungen der Patienten bereits mindestens sechs Monate im Rahmen der häuslichen Pflege bereut worden sein.

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Wie hoch sind die Leistungen der Verhinderungspflege?

Die jährlich zustehenden Leistungen der Verhinderungspflege betragen maximal 1.612 Euro.

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