Tagespflege & Nachtpflege: Pflegeentlastung für Angehörige

Mit der Tagespflege oder Nachtpflege ist nicht nur die zeitweilige Pflege von Pflegebedürftigen sichergestellt, wenn diese erforderlich ist. Das Pflegeangebot entlastet auch Angehörige. Erfahren Sie mehr auf unserer Seite.


Was versteht man unter Tagespflege und Nachtpflege?

Pflege bei Tag und/oder Nacht

Oft kümmern sich Angehörige um die Pflege bedürftiger Familienmitglieder. Dabei ist es für Berufstätige nicht immer einfach, jeden Tag aufs Neue die Pflege von Angehörigen und die eigene Arbeit gleichzeitig unter einen Hut zu bringen. In solchen Fällen können Pflegeeinrichtungen, die sich um die Betreuung von Pflegebedürftigen kümmern, Unterstützung leisten. Da die zeitweise Pflege von Patienten sowohl tags als auch nachts erfolgen kann, ist von der Tagespflege und Nachtpflege die Rede.

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Anspruch auf Tagespflege und Nachtpflege

Gemäß § 41 des Sozialgesetzbuches Elf (SGB XI) besteht der Anspruch auf Tages- oder Nachtpflege dann, wenn die häusliche Pflege nicht voll umfänglich sichergestellt werden kann oder eine teilstationäre Betreuung zur Ergänzung der häuslichen Pflege erforderlich ist.

Darüber hinaus besteht der Anspruch auf Tagespflege und Nachtpflege nur für Personen mit dem Pflegegrad 2Pflegegrad 3Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5.

Tagespflege Kosten

Was kostet die Tagespflege/Nachtpflege?

Es ist schwer, den Preis für eine Tagespflege oder Nachtpflege exakt zu beziffern. Das liegt daran, dass die Preisgestaltung von Pflegeeinrichtung zu Pflegeeinrichtung anders auf ausfällt. Auch wenn die Kosten bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung für die Tages- oder Nachtpflege oft eine Rolle spielen, sollten weitere Auswahlkriterien nicht außer Acht gelassen werden. Dazu gehören beispielsweise die Qualität der Einrichtung und nicht zuletzt auch die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen.

Wer trägt die Kosten der Tagespflege und Nachtpflege?

Leistungsträger der Kosten für die Tagespflege ist die Pflegekasse. Die monatliche Leistungshöhe für die Pflege bei Tag oder Nacht hängt davon ab, welchen Pflegegrad Pflegebedürftige haben. Die Beiträge für die zeitweise Pflege sind zweckgebunden und dürfen daher nur im Rahmen der Tages- und Nachtpflege für folgende Posten verwendet werden:

Die Kosten für die Verpflegung sind selbst zu tragen.

Pflegegrad & monatliche Leistungen für die Pflege

PflegegradMonatliche Leistung
Pflegegrad 2689 Euro
Pflegegrad 31.298 Euro
Pflegegrad 41.612 Euro
Pflegegrad 51.995 Euro

Leistungen der Tagespflege

Exemplarische Leistungen für die zweitweise Pflege in Pflegeeinrichtungen

  • Stunden- oder tageweise Betreuung
  • Leistungen der Grundpflege (z. B. Hilfe bei der Nahrungsaufnahme und beim Toilettengang)
  • Freizeitaktivitäten wie etwa Gymnastik und Gedächtnistraining
  • Fahrdienste

Nachtpflege für Senioren

Pflege und Beaufsichtigung in einer Einrichtung

Manchmal ist die stationäre nächtliche Pflege von Pflegebedürftigen nötig. Beispielsweise besteht oft dann die Notwendigkeit, wenn es sich um Patienten mit einer fortschreitenden Demenz handelt. Die Krankheit erfordert nicht nur die Pflege, sondern auch die umfassende Beaufsichtigung der Patienten, weil diese unter anderem häufig eine sogenannte Lauftendenz entwickeln. Das bedeutet, dass an Demenz erkrankte Menschen einfach weglaufen und sich dadurch unter Umständen selbst in Gefahr bringen können. In einem solchen Fall gewährleistet die stationäre Nachtpflege in einer entsprechenden Einrichtung – etwa einem Altenheim oder Pflegeheim – die erforderliche Beaufsichtigung, die sich für Angehörige im häuslichen Umfeld in der Regel schwierig gestaltet.

Unabhängig davon entspricht der Leistungsumfang der Nachtpflege dem der Tagespflege, nur zu anderen Zeiten.

Häufig gestellte Fragen

Wer trägt die Kosten für die Tagespflege/Nachtpflege?

Kostenträger für die Leistungen der Tages- und Nachtpflege ist die Pflegekasse.

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Ist ein Pflegegrad für den Anspruch auf Tagespflege/Nachtpflege erforderlich?

Ja. Erst ab Pflegegrad 2 besteht ein Anpruch auf die Leistungen der Tages- und Nachtpflege. Die Höhe der Leistungen ist abhängig vom Pflegegrad, sodass die Zuschüsse gestaffelt ausfallen.

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