Bestattungsvorsorge ist mehr als Geld ansparen
Häufig wird empfohlen das Geld für die eigene Bestattung selbst anzusparen. Doch so einfach ist es nicht: Bei einer guten Bestattungsvorsorge geht es nicht nur darum, Geld zurückzulegen. Es geht darum, die gewünschten Bestattungskosten abzusichern und dafür zu sorgen, dass das Geld zum Zweck der Bestattung tatsächlich zur Verfügung steht.
Sterbegeldversicherung oder Treuhandvertrag: Welche Form der finanziellen Vorsorge geeignet ist, hängt von der persönlichen Lebenssituation ab.
Wer die eigene Bestattung finanziell absichern möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Zwei etablierte Wege sind die Sterbegeldversicherung und die Absicherung über einen Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG.
Hier geht es nicht darum, ob eine Variante generell besser oder schlechter ist. Entscheidend ist welche Form der Bestattungsvorsorge zur persönlichen Lebenssituation passt und die gewünschte Sicherheit bietet.
Sicherheit durch Treuhandvertrag und Bankbürgschaft
Bei einem Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag wird das vorgesehene Kapital treuhänderisch und zweckgebunden verwaltet. Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG weist für ihre Treuhandeinlagen eine zusätzliche Absicherung durch die Ausfallbürgschaft eines in Deutschland zugelassenen Kreditinstituts aus. Für die jeweilige Treuhandeinlage wird eine entsprechende Bürgschaftsbestätigung ausgestellt.
Damit unterscheidet sich eine solche Vorsorge wesentlich vom einfachen Sparen auf einem gewöhnlichen Konto. Das Geld wird nicht lediglich angespart, sondern gezielt für die spätere Bestattung hinterlegt.
„Wir verpflichten uns vertraglich gegenüber unseren Kunden, diese vor dem unberechtigten Auflösungsverlangen von Bestattungsvorsorgen durch Sozialämter, zum Beispiel im Falle von Pflegebedürftigkeit zu unterstützen. Das gibt Treuhandkunden nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch das gute Gefühl alles geregelt zu haben“, so Stephan Neuser Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V.
Warum einfaches Ansparen nicht dasselbe ist
Eine pauschale Empfehlung, die benötigte Summe einfach selbst anzusparen, greift deshalb zu kurz und kann zu rechtlichen Problemen und finanziellen Engpässen führen. Denn frei verfügbares Sparvermögen ist nicht automatisch zweckgebunden für die eigene Bestattung abgesichert.
Auch Finanztip weist auf die Bedeutung eines Treuhandkontos bei einer Bestattungsvorsorge hin. In seinem Ratgeber erklärt Finanztip, dass das Geld bei einem Treuhandkonto vor einer Insolvenz des Bestattungsunternehmens geschützt werden kann und, sofern die Vorsorge angemessen ist, als zweckbestimmte Bestattungsvorsorge gegenüber dem Sozialamt geschützt ist.
Die Verbraucherzentrale Sachsen weist ebenfalls darauf hin, dass bei einem Bestattungsvorsorgevertrag das Geld nicht auf das Konto des Bestatters eingezahlt werden sollte, sondern auf ein Treuhandkonto, und nennt dabei ausdrücklich die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG als mögliche Treuhandstelle.
Hinzu kommt: Wer erst nach und nach Geld auf einem gewöhnlichen Konto zurücklegt, hat vor allem in den ersten Jahren möglicherweise noch nicht genug für die gewünschte Bestattung angespart. Stirbt die vorsorgende Person in dieser Zeit, kann dadurch eine Finanzierungslücke entstehen, die von den Angehörigen getragen werden muss.
Stiftung Warentest hebt Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG hervor
Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG wurde in der Ausgabe 2/2025 von Finanztest der Stiftung Warentest im Rahmen eines Vergleichs von Anbietern für Bestattungsvorsorge berücksichtigt und als empfohlener Anbieter hervorgehoben.
Dabei wurden insbesondere die Sicherheitsstandards bei der Verwaltung der Gelder, Zusatzleistungen und die Kostenstruktur positiv herausgestellt.
Sterbegeldversicherung oder Treuhandvertrag?
Eine Sterbegeldversicherung kann insbesondere dann eine geeignete Möglichkeit sein, wenn die für die Bestattung benötigte Summe nicht auf einmal zur Verfügung steht. Durch regelmäßige Beiträge lässt sich die finanzielle Absicherung aufbauen. Je nach Ausgestaltung kann dabei bereits frühzeitig eine vereinbarte Versicherungssumme für den Todesfall abgesichert werden. Das kann Angehörige im Ernstfall finanziell entlasten. Ein Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag kann eher für Menschen interessant sein, die bereits über das notwendige Kapital verfügen und dieses gezielt für die eigene Bestattung absichern möchten. Auch Finanztip und die Verbraucherzentrale Sachsen stellen die verschiedenen Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge gegenüber.
Welche Vorsorge passt zu mir?
Mit einer Bestattungsvorsorge können die eigenen Wünsche frühzeitig festgelegt und gleichzeitig die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Das entlastet Angehörige im Trauerfall emotional, organisatorisch und finanziell.
Der Bundesverband Deutscher Bestatter empfiehlt, die persönliche Situation individuell zu betrachten. Je nach Alter, finanzieller Situation und persönlichen Bedürfnissen kommen unterschiedliche Lösungen infrage. Ziel ist es, die eigene Bestattung selbstbestimmt zu planen, finanziell abzusichern und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
In einem persönlichen und unverbindlichen Gespräch mit einer Bestatterin oder einem Bestatter lässt sich klären, welcher Weg zur eigenen Situation passt und wie die Vorsorge seriös und rechtssicher finanziell abgesichert werden kann.
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