Ethik und Moral im Beruf des Bestatters

Das Ziel einer ehrlich verstandenen Ethik in unserer Branche ist die reife, freie, mündige, kompetente und tiefblickende Bestatter-Persönlichkeit.

Wie kann diese geformt werden?

  • Durch eine lebenslange Rückfrage an die eigenen Lebensmaximen: Warum mache ich das, was ich jeden Tag tue und warum mache ich es gerade so?
  • Durch eine Rückbindung an das am Anfang meines Berufes in Ausbildung oder elterlichem Betrieb sprudelnde Ideal: An der Quelle ist die größte Kraft!
  • Durch Klarheit, was für mich als Bestatter in meiner Arbeit oberste ethische Priorität hat.
  • Durch Standfestigkeit gegenüber eigenen Maximen, wenn Mitbewerber mitunter auch zu fragwürdigen Praktiken greifen.
  • Durch eine ehrliche Beschäftigung mit ethischen und moralischen Prinzipien und nicht das „Aufschnappen“ von schönklingenden sprachlichen Versatzstücken, die offensichtlich unglaubwürdig sind.
  • Durch eine stille und profunde menschliche Präsenz, wenn man als Bestatter den Verstorbenen, Angehörigen und Mitarbeitern begegnet.

Wo hohe Ideale zur Sprache kommen, ist die Gefahr niemals auszuschließen, selbst zum Moralapostel zu werden, der dem eigenen Anspruch nicht gerecht wird.

Wichtig ist und bleibt daher:

  1. Ethik darf kein Anhängsel oder obligatorisches Etikett des Bestattungshauses sein, weil es nett klingt und dazu gehört.
  2. Ethik ist essentielle, also unabdingbare Voraussetzung, um mit Verstorbenen und dem Tod umgehen zu können!

Die Mitglieder des Bundesverbandes haben klare ethische Ankerpunkte, an denen Sie sich festmachen, wenn die Stürme des Marktes und Mitbewerber auf der Suche nach schnellem Profit durch das Land ziehen.