Wettbewerb „Wer nicht wirbt, stirbt!“ –
Die Gewinner stehen fest.

Junge Kreative, Bestatter und Graphikagenturen haben 321 Plakate zum Wettbewerb zur Werbung in der Bestattungsbranche eingereicht, der vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur in Kooperation mit dem Deutschen Marketingverband ausgeschrieben wurde. Ein fulminantes Ergebnis, mit dem die siebenköpfige Jury aus Marketingexperten und Bestattern nicht gerechnet hatte. Wie gehen junge Kreative mit dem sensiblen Thema Bestattungsvorsorge in dem nach Aufmerksamkeit heischenden Feld der Werbung um? Das war die Frage. Die verblüffende Antwort lautet: ganz normal. Denn von „sex sells“ bis zu Anleihen bei Comics, von Pietät bis Provokation, war alles dabei.

Todesanzeigen wurden durch provokative Slogans verfremdet: „Wie lange befürchtet und von allen erwartet, wurde heute in ärmlicher Stille und ohne Würde Erwin Planlos bestattet. In tief schlechtem Gewissen. Die Ehefrau, Kinder und Enkelkinder. Von ähnlichen Trauerveranstaltungen bitten wir abzusehen! Die Bestatter.“ Der Entsorgungsgedanke reichte – nach dem Motto „Geiz ist geil“ – von der Bestattung in der Apfelsinenkiste bis zum Müllbeutel. Skrupellos wurden Kosten und Verschuldung thematisiert,  Schockwirkungen und freche Sprüchen vom „ins Gras beißen“ bis zum „Löffel abgeben“ nicht gescheut.

Die Jury war gespalten. Bestatter hatten Trauernde im Blick, Marketingexperten stellten den Zeitgeist einer jüngeren Zielgruppe ins Zentrum. Entsprechend spannend fielen die Voten aus. Als Sieger haben sich durchgesetzt: „Finale“ von der Agentur RWGK:Communications GmbH aus Frankfurt am Main als erster Preis, „Weil es oft schneller geht, als uns lieb ist“, von Bernd Ganser aus Wien als zweiter Preis, „Du gibst den Löffel ab“, von der achtung! werbeagentur, Hamburg, als dritter Preis.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 17.09.2009 bei der bereits mit 250 Teilnehmern ausgebuchten Marketingtagung „Wer nicht wirbt, stirbt! – Werbung in der Bestattungsbranche“ in Berlin statt.