Tagung des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur im Jahr 2013

„Vor aller Augen… –
Tod in der öffentlichen Wahrnehmung und Begegnung“

Unsere Gesellschaft produziert täglich Widersprüche in gestelltem Anspruch und gelebter Wirklichkeit. Die persönlich gelebten Lebensstile stehen oft im Kontrast zur medialen Öffentlichkeit. Ein solcher Gegensatz findet sich auch im Umgang mit dem Tod:

  • Der Tod in der Privatisierung, Entsorgung und Sackgasse anonymer Bestattung
  • Der Tod als gesellschaftliches Ereignis und ein neues öffentliches Interesse

Eine breit und unter vielen Aspekten angelegte Tagung im November 2013 möchte den Tod in der öffentlichen Wahrnehmung und Begegnung näher beleuchten. Das Kuratorium führt die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Sepulkralmusik der Robert Schumann Hochschule durch. Prof. Dr. Volker Kalisch unterstützt mit seiner Fachkompetenz die Vorbereitung und Durchführung.

Düsseldorf, 5.-7. November 2013

Auf den verschiedenen Ebenen der Kultur, der Politik, des Sportes, der Religion, der Bundeswehr und in Großverbänden wird das Thema Tod neu visualisiert, aufgeworfen, aufgegriffen und in Szene gesetzt.

Allein im Bereich der Bundeswehr kommt mit den gefallenen Soldaten in Afghanistan eine neue Debatte darüber auf, wie der Staat und die Öffentlichkeit ihrer Soldaten gedenken kann, soll und muss. Hier findet man sich sehr schnell in einem Spannungsfeld von legitimen Interessen der trauernden Angehörigen auf Privatheit und Schutz der Persönlichkeitssphäre und dem Bedürfnis einer Gesellschaft auch Abschied zu nehmen wieder.

Auch die bereits mehrfach erschienenen Berichte über den Abschied von Nationaltorhüter Robert Enke im Jahr 2009 eröffnete eine neue Debatte über Trauer in einer großen Gruppe von Menschen und den Umgang mit Schwäche, Krankheit, Suizid in unserem Land.

Eines der jüngsten Beispiele für die Brisanz des Themas „Tod in der Öffentlichkeit“ ist die Gedenkfeier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Opfer der nationalsozialistischen Terrorgruppe, die in den letzten zehn Jahren in der ganzen Republik ermordet wurden. Hier zeigt sich auch die Schwierigkeit, mit einem Gedenken umzugehen, wenn auf einmal nicht nur Bürger aus einem christlich geprägten Kontext betrauert werden, sondern Mitbürger mit einem muslimischen Bekenntnis.

Fragen, die sich in diesem Zusammenhang völlig neu stellen:

  • Wie gedenkt eine multikulturell geprägte oder zumindest multikulturell erfahrene Gesellschaft Verstorbener aus unterschiedlichen religiösen und sozialen Milieus?
  • Was sind dabei Grundpositionen, auf die sich alle Menschen in unserem Land verständigen können?
  • Welche Musik wird bei solchen Anlässen gespielt?
  • Sind Kirchenräume auch in Zukunft noch adäquate Orte für öffentliche Gedenkfeiern, wenn auch Menschen anderer Überzeugungen vertreten oder als Trauernde betroffen sind?
  • Wo verläuft die Grenze zwischen Privatheit von Trauer und der Pflicht und dem Recht einer Gesellschaft, auch Toten gedenken zu wollen, die sich in der Politik, der Rettung bei Katastrophen und der Kultur um Deutschland verdient gemacht haben?
  • Was ist zu tun und zu sagen, wenn Angehörige die Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit und die Beteiligung der Medien bewusst ablehnen?

Themenhinweise, Ideen zur Umsetzung im Rahmen einer Tagung und Kontakte sind aus dem Kreis der Bestatter ausdrücklich erwünscht! Die Veranstaltung wird in einem praktischen Teil auch auf dem Feld konkreter Umsetzbarkeit bei Trauerfeiern arbeiten.

Ziel ist es, insbesondere Bestattern Hilfestellungen an die Hand zu geben, wenn es sich bei Verstorbenen um Menschen des sogenannten „öffentlichen Interesses“ handelt.

Ideen und Hinweise an:

Oliver Wirthmann

Oliver Wirthmann
Geschäftsführer des Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e. V.
Volmerswerther Str. 79
40221 Düsseldorf


Tel.:
Fax:

++49 (0)211 / 16 00 8-10
++49 (0)211 / 16 00 8-60

wirthmann@bestatter.de

Zimmerbuchung und Anreise über Düsseldorf Marketing&Tourismus GmbH

Besondere Hotelangebote, Bahn- und Flugreisen sowie City Informationen
 
Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH (DMT)
- Business Travel Service -
Fon +49(0)211/172 02-839
Fax +49(0)211/172 02-32 21
E-Mail business@duesseldorf-tourismus.de
Web http://business.duesseldorf-tourismus.de/kongress/vor-aller-augen/