Foto © sepulkralmuseum

 

 

Einer geht noch: Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod

Ausstellung im Sepulkralmuseum Kassel

Die Ausstellung „Einer geht noch“ im Museum für Sepulkralkultur in Kassel zeigt, in Kooperation mit der Caricatura Kassel, Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod. 33 Cartoonisten widmen sich in ihren Werken dem, was uns alle erwartet. In Karikaturen, Cartoons und Gemälden nehmen die Zeichner den Kampf gegen das Unausweichliche auf – denn eines ist gewiss: Sobald man über etwas lachen kann, verliert es Stück für Stück seinen Schrecken. So zeigt „Einer geht noch“, dass es durchaus möglich ist, über die ernsteste Angelegenheit der Welt zu lachen und gibt auch gleich die Anleitung dazu.
 Nicht nur das Kernthema des Museums, Friedhof und Grab, ist zu sehen, viele weitere Aspekte des menschlichen Ablebens werden durch die Sicht der Zeichner der Lächerlichkeit preisgegeben, wie Mord und Selbstmord, Krankenkasse und Krankenhaus, Apokalypse und Amoklauf oder selbstverständlich der personifizierte Tod als Sensenmann. Auch die Digitalisierung der Welt hat unseren Umgang und Sprachgebrauch mit dem letzten Stündlein verändert. Zu den aktuellen Bezügen in der Ausstellung gehört auch die Auseinandersetzung mit Themen wie Sprengstoffgürtel und 72 Jungfrauen. Denn die metaphysische Ebene ist seit jeher ein Lieblingsfeld der Karikaturisten, Himmel und Hölle gehören zum klassischen Repertoire der Künstler.

Gemälde wartet auf Vollendung

Skulptoons von Siegfried Böttcher, also dreidimensional umgesetzte Cartoons, wie beispielsweise der Todesstern von Michael Holtschulte, erweitern das Spektrum der Ausstellung. Ebenso wird das Monumentalwerk „Nocturne – Satan öffnet den Erlöser“ von Rudi Hurzlmeier präsentiert. Das mehrere Quadratmeter große Gemälde wartet allerdings noch auf seine Vollendung. Der Münchner Meister der gemalten Komischen Kunst wird während der Ausstellung die Nocturne in einer Live-Mal-Aktion vor Publikum fertigstellen.

Anknüpfung an Eröffnungsausstellung des Museums

Die Ausstellung knüpft bewusst an die Eröffnungsausstellung des Museums im Sommer 1992 an. Bereits damals zeigte das Museum in Kooperation mit der Caricatura mit der Ausstellung „Schluss jetzt!“ Cartoons und Karikaturen rund um den Tod.

Weitere Infos: www.sepulkralmuseum.de