Wie findet man im Internet gute Infos zum Thema Trauer?

Unterschiede zwischen gedruckten und Ratgebern online

Viele Menschen suchen inzwischen Hilfe im Internet und lesen dort, statt sich Bücher oder Ratgeberliteratur zu kaufen. Doch Informationssuche und die Qualität der Texte gestalten sich sehr anders als in der Welt der gedruckten Bücher und Zeitschriften.

Alles fängt mit der richtigen Suche an

Mit dem Suchbegriff „Trauer“ werden in 0,58 Sekunden ungefähr 20.400.000 Ergebnisse angezeigt. Zu viele, um ein guter Ausgangspunkt für die weitere Recherche zu sein. Je konkreter die Suchanfrage ist, desto qualifizierter sind die Suchergebnisse, umso schneller findet man zu relevanten Informationen. Bei Suchbegriff „Trauerhilfe“ muss man sich entscheiden zwischen einem gleichnamigen Bestattungsunternehmen, einer Plattform für Gedenkseiten und einem Trauerforum. Es bleibt die Aufgabe, die Treffer zu filtern und für sich zu bewerten. Was gar nicht so einfach ist.

Darum prüfe, was Du im Internet liest

Der Buchmarkt kennt eindeutige Rubriken wie Sachbuch, Ratgeber, Erfahrungsbericht oder Roman. Bei Büchern ist deshalb relativ schnell klar, ob sich das Buch an Ratsuchende, Beratende oder wissenschaftlich Interessierte richtet. Diese bewährten Mechanismen sind im Internet außer Kraft gesetzt. Hier kann jeder schreiben, wie er lustig oder traurig ist.

Wer sich im Internet bewegt, braucht auch Selbstdisziplin, um nicht immer weiter zu surfen, auf der Jagd nach noch besseren Texten. Die Grenze setzt nicht das Ende eines Buchkapitels, sondern der Wecker, der das Ende der Recherchezeit signalisiert. So machen es die Profis. Sie arbeiten nur mit dem bis dahin gefundenen Material weiter.

Als nächstes braucht es einen kritischen Geist: Wann wurde die Information veröffentlicht? Anders als bei einem Buch steht das Erscheinungsjahr nicht unbedingt oben auf der Seite. Nicht alles, was im Internet über Trauer zu lesen ist, entspricht dem Stand der Forschung. Zu welchem Genre gehört der Text und wie ist er einzuordnen?

Kunden, die dieses Buch gekauft haben, kauften auch …

Jeder, der beim größten Onlinehändler schon einmal eingekauft hat, kennt diese Empfehlungen. Internetshops machen sich die technischen Möglichkeiten zu Nutze, um aus dem Kaufverhalten anderer Kunden passgenaue Angebote zu generieren. Die Empfehlungen sind in den unendlichen Weiten des Internets eine große Hilfe. Wer einen Link oder ein Buch empfiehlt, hat sich in der Regel von der Qualität selbst überzeugt. Für den einfachen Nutzer kann es deshalb eine gute Strategie sein, nicht nur auf die Ergebnisse einer Suchmaschine zu vertrauen, sondern sich Lesezeichen auf gute Blogs und Internetseiten von Fachleuten und Institutionen zu setzen und dort mit der Recherche zu starten. Ebenso hilfreich ist es, selbst in einem passenden Forum oder einer Gruppe in den sozialen Medien eine Anfrage zu starten: „Suche gute Links oder Buchhinweise zum Thema „Trauerhilfe im Internet.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel von Birgit Aurelia Janetzky in der Printausgabe der bestattungskultur 12/16