Eigenes Trauercafé kann sich lohnen

Aus dem Verbandsleben

Ob man als Bestatter in ein eigenes Trauercafé investieren möchte, muss man sich überlegen. Für Christian Brand aus Alzey hat es sich auf jeden Fall gelohnt. „Mit so viel Zuspruch hätten wir nicht gerechnet“, sagt der Bestattermeister und Thanatopraktiker.

Zwei bis drei Trauercafé-Gesellschaften hat er im Schnitt pro Woche bei sich zu Gast. „Ich weiß nicht, wie das in größeren Städten aussieht“, sagt er, „aber bei uns auf dem Land bzw. in der Kleinstadt wird dieses Angebot gut angenommen.“ Früher sei es oft organisatorisch nicht ganz einfach gewesen, geeignete Bewirtungsräumlichkeiten zu finden, denn die Zeitfenster waren oft zu eng.  Mit dem eigenen Trauercafé kann jetzt auf die Bedürfnisse der Angehörigen voll eingegangen werden, niemand muss sich beeilen. „Wir haben durch Faltwände flexibel Platz für 35, 85 oder 120 Personen“, erklärt Brand. Die Getränke stellt das Bestattungsinstitut selbst, bei den Speisen lässt Brand von örtlichen Metzgern oder Bäckern liefern. Ein Beamer ermöglicht es, Filme abzuspielen oder Fotos des Verstorbenen und seiner Familie zu zeigen.

Investition in die Zukunft

Auf dem Gelände des Bestattungsinstituts Brand findet sich außerdem eine Trauerhalle für kirchliche und weltliche Trauerfeiern – natürlich nutzten seit März 2015 viele Beerdigungsgesellschaften das nur ein paar Schritte entfernte neue Café auf dem Gelände.

„Es ist ganz klar eine Investition in die Zukunft“, erklärt Brand. „Wenn die Angehörigen sich gut betreut fühlen und auch mit der Bewirtung und den Räumlichkeiten zufrieden sind, dann kommt das dem Image und dem Qualitätsanspruch der ganzen Branche zugute“, so seine Einstellung.

Den ungekürzten Artikel finden Sie in der Printausgabe der bestattungskultur 12/15