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Persönlich, aber nicht privat in den sozialen Netzwerken

Als Unternehmer ist man oft sowohl privat als auch beruflich in sozialen Netzwerken aktiv. Schnell kommt es zur Vermischung. Manchmal ist es ein Drahtseilakt, die richtige Balance zwischen unpersönlichen Informationen, persönlichen Beiträgen und Einblicken ins Private zu finden.

Authentische Akteure

Im sozialen Netzwerk wird der Mensch hinter dem Firmenschild gesucht. Wenn Menschen eine Kontaktanfrage schicken suchen sie sympathische Akteure, keine Werbeanzeigen. Sie suchen Menschen, denen sie vertrauen können und die, wie sie selbst, Erfolge und Misserfolge haben.  Das baut Vertrauen auf und schafft Bindung. Ein Kunde gewinnt Sicherheit für künftige Aufträge, ein Netzwerkpartner für Empfehlungen.

Das Internet macht Einstellungen von Menschen transparenter. Es kommt schnell ans Tageslicht, wenn jemand sich verstellt oder sich widersprechende Beiträge schreibt. So ist es gut, zum eigenen Ausdruck, zum eigenen Stil zu stehen.

Wie der Balanceakt glückt

Es ist nicht nur eine Frage der persönlichen Vorliebe, Privates vom Beruflichen zu trennen. Weder Kunden noch Geschäftspartner sind am letzten Klassentreffen interessiert. Doch Kommunikation kann sehr wohl persönlich sein ohne privat sein zu müssen. Sachliche Information schafft Wissen. Persönliche Kommunikation schafft Vertrauen.

Persönlich zu kommunizieren bedeutet subjektiv zu sein und einen Standpunkt einzunehmen. Dies darf aber nicht auf Kosten von Menschen mit einer anderen Meinung geschehen. Egal ob beruflich oder privat, Beiträge dürfen keine konkreten Personen verletzen oder abwerten. Persönliche Kommunikation darf auch die eigene Fachkompetenz und emotionale Kompetenz zeigen. Werden diese über Geschichten und Erlebnisse vermittelt, wirken sie weder platt noch werbend.

Wer voller Begeisterung loslegt, sollte sich vorher kurz fragen, was er in fünf oder zehn Jahren öffentlich über sich selbst wiederfinden will. Für keinen Kommentar, kein Bild oder Link gibt es eine Garantie, dass es tatsächlich für immer verschwindet, wenn es gelöscht wurde. Alles kann bereits ein anderer kopiert haben und selbst Jahre später wieder ins Internet stellen.

Durch die Privatsphäreeinstellungen kann die private Kommunikation vor der Öffentlichkeit abgeschirmt werden. Im Gegensatz dazu soll die berufliche Kommunikation die Öffentlichkeit erreichen. Diese Profile sollten für die Suchmaschinen erreichbar sein, damit sie von vielen Besuchern gefunden werden.

Lesen Sie den vollständigen, unveränderten Artikel von Birgit Aurelia Janetzky in der Printausgabe der bestattungskultur 07.2013