Förderprojekte
des Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V.
und der Humatia – Stiftung für Sepulkralkultur
Der Umgang mit Tod und Trauer unterliegt wie alle gesellschaftlichen Phänomene einem permanenten Wandel. Deshalb geht es in den Förderprojekten auch darum, die reiche Kulturtradition von der Trauermusik über Trauerrituale bis zur künstlerischen Darstellung der Berufe der Totenfürsorge zu erforschen, um aufzuzeigen, wie Tradition und Innovation aufeinander bezogen sind.
Zur Forschungsförderung zählen Stipendien für ausgewählte Projekte der Sepulkralkultur; öffentliche Veranstaltung wie Tagungen, Symposien oder Ausstellungen; Lehrstuhlkooperationen an Universitäten oder auch die Unterstützung wissenschaftlicher Publikationen.
Publikationen
Lehrstuhlkooperationen
- Von 1998 bis 2004 bestand eine Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für
Trauerpsychologie in Regensburg. Im Rahmen dieser Kooperation sind
u.a. eine Habilitation von Herrn Dr. Thomas Schnelzer zur Trauerpsychologie
sowie eine
Promotion von Frau Sabine Holzschuh zu Trauerhallen gefördert worden.
- Seit 2004 besteht eine Kooperation mit der Robert
Schumann Hochschule in Düsseldorf in Form einer neu eingerichteten Forschungsstelle zur Sepulkralmusik. Gemeinsam mit Herrn Professor Dr. Dr. Kalisch und seinen Mitarbeitern ist eine thematisch angelegte Sammlung zur Trauermusik als Grundlage für eine Belebung der Diskussion zur Trauermusik erarbeitet worden, die als CD-Sammlung vorliegt. Im Jahr 2005 fand ein Trauermusikforum im FFFZ in Düsseldorf satt, dessen Ergebnisse als Tagungsband „Musica et memoria“ veröffentlicht vorliegen. Die Kooperation findet ihren Niederschlag im Seminarangebot des Fachverlags zur Trauermusik sowie in weiteren Untersuchungen zum Wandel der Trauermusik durch die Jahrhunderte. Im Jahr 2009 ist der Ratgeber „Trauermusik – Abschied gestalten“ neu erschienen.
Im Jahr 2010 hat eine Tagung zum Thema „Musik – Tod – Alltag“ in der RSH in Düsseldorf stattgefunden.
Stipendien
- Sabine Holzschuh ist mit einem Forschungsstipendium (2001-2003) für ihr Dissertationsprojekt „Trauer und Raum“ gefördert worden. („bestattungskultur“ 09/2002,
S. 16/17)
- Die Kunsthistorikerin Dr. Jeanne E. Rehnig verfasste auf der Grundlage eines Stipendiums (2005-2006) die Kulturgeschichte “Todesmutig. Das siebte Werk der Barmherzigkeit“, das eine gemeinsam mit dem Museum
für Sepulkralkultur in Kassel gezeigte Ausstellung im Jahr 2006 begleiten hat.
- Antje Kahl ist von 2006-2008 mit einem Stipendium der Stiftung Humatia für ihr Dissertationsprojekt im Fachbereich Soziologie der TU Berlin „Das Unternehmen Bestattung. Der Tod als Vermarktungsobjekt im Spannungsfeld von Markt, Öffentlichkeit und Kommunikation.“ gefördert worden.
- Dr. Natascha Hoefer verfasste auf der Grundlage eines Stipendiums (2008-2010) die Kulturgeschichte „Schwermut und Schönheit. Als die Menschen Trauer trugen“, das eine gemeinsam mit dem Deutschen Textilmuseum Krefeld gezeigte Ausstellung im Jahr 2010 begleitet hat.
- Julia Schenk ist mit einem Stipendium der Stiftung Humatia gefördert worden. Im archäologischen Kontext erforschte Sie an der Universität Bamberg die „neuzeitlichen Bestattungen in Nordbayern“.
Öffentlichkeitsarbeit
- 2002: Theaterstück „Ritus“
- 2003: Tagung zum Thema Bestattungskultur – Zukunft gestalten in Erfurt in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz Bonn
- 2005: interdisziplinäres Forum „Musica et memoria. Trauermusik durch die Jahrhunderte“ in Kooperation mit der Robert Schumann Musikhochschule Düsseldorf
- 2006: Ausstellung „Todesmutig. Das siebte Werk der Barmherzigkeit“ in Kooperation mit dem Museum für Sepulkralkultur in Kassel
- 2007: Veranstaltungsreihe „Todesmutig – barmherzig sein“ im Kreis Bonn / Siegburg
- 2007: Tagung „Verarmt, verscharrt, vergessen?“ in München unter der Schirmherrschaft von Professor Dr. Rita Süssmuth
- 2008: Umfrage zur Bestattungsbranche mit dem Meinungsforschungsunternehmen TNS-Emnid
- 2009: Tagung „Wer nicht wirbt, stirbt – Werbung in der Bestattungsbranche“ in Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Marketingverband
- 2010: Ausstellung „Schwermut und Schönheit. Trauerkleider aus dem Museum of World Funeral Culture Novosibirsk“
Druckkostenzuschüsse
- 2001: Dissertation „Ich war tot und Ihr habt meinen Leichnam geehrt. Unser Umgang mit den Verstorbenen“ von Adelheid Fiedler
- 2003: Tagungsband „Creating Identities. Die Funktion von Grabmalen und öffentlichen Denkmalen in Gruppenbildungsprozessen“ von Dr. Stefanie Knöll u.a.
- 2004: Unterrichtshilfe „Abschied. Mit Kindern über Leben und Sterben nachdenken“
- 2005: Publikation „Ort der Stille – Friedhof. 200 Jahre Mainzer Aureus“
- 2005: Dissertation „Das Grabmal des Bruno presbyter“ von Dr. Christian Schuffels’ und Dissertation „Sterben, Tod, Begräbnis und liturgisches Gedächtnis bei weltlichen Reichsfürsten des Spätmittelalters“ von Dr. Cornell Babendererdes
- 2006: Ausstellungskatalog „Zum Sterben schön. Alter, Totentanz und Sterbekunst von 1500 bis heute“ von Andrea von Hülsen-Esch u.a.
- 2008: Publikation „Narren-Masken-Karneval: Meisterwerke von Dürer bis Kubin aus der Düsseldorfer Graphiksammlung ‚Mensch und Tod’" von Dr. Stefanie Knöll u.a.
- 2009: Tagungsband „Künstler und der Tod“ von Dr. Nicole Hegener
- 2009: Tagungsband „Totenkleidung“ von Dr. Traute Helmers u.a.
- 2009: Dissertation „Säkulare Totenrituale“ von Dr. Jane Redlin
- 2009: Dissertation „Carina unvergessen – Erinnerungskultur im Internetzeitalter“ von Dr. Katrin Gebert
- 2010: Gefördert wurden die Broschüre „leb wohl“ sowie die Publikation „Mixed Metaphors“ von Dr. Stefanie Knöll mit einem Druckkostenzuschuss. Ferner wurde die Dissertation „Fremder Tod“ von Dr. Corinna Kuhnen gefördert.
- 2011: Ausstellungskatalog „Totentanz Reloaded – Zum Verhältnis von Original und Reproduktion“ von Stefanie Knöll
- 2011: Ausstellungskatalog „Von den letzten Dingen – Tod und Begräbnis in der Mark Brandenburg 1500-1800“ von Claudia Maria Melisch, Daniel Krebs u. a.
Förderprojekte
- 2004: Patenschaft für eine Figur aus dem Zizenhausener Totentanz für die Sammlung des Museums für Sepulkralkultur
- 2006: Museumskoffer des Museums für Sepulkralkultur und die Ausstellung „Zum Sterben schön“
- 2007: Silke Aichhorns CD „Himmlische Harfenklänge“
- 2008: Ausstellung „Erzähl’ mir was vom Tod“
- 2009: Film „Die schönsten Beerdigungen der Welt“ von Ute Wegmann
- 2010 Der Museumskoffer des Museum für Sepulkralkultur wurde um die dvd „Die besten Beerdigungen der Welt“ ergänzt.
Internationalisierung
- 2008: Gründung der internationalen Arbeitsgruppe zur Sepulkralkultur „FIAT/IFTA Steering Committee Funeral Heritage“
- 2009: Gründung der europäischen Arbeitsgruppe „EFFS Working Committee Funeral Culture“
- 2009: Mitglied im Vorstand der AFD – Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal als Träger des Museums für Sepulkralkultur