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Wenn die Wiege leer bleibt

Sabine Bode / Fritz Roth: „ Wenn die Wiege leer bleibt“
Hilfe für trauernde Eltern.
Ehrenwirt 2002, 208 S.,
Lübbe Verlag, ISBN: 343103344X

EUR 14,90

Rituale helfen durch ihre festgelegten Formen in Zeiten der Neuorientierung. Wenn ein Kind stirbt, bricht für die Eltern eine Welt zusammen. Wie aus Trümmern und Tränen in dieser Situation dennoch neue Hoffnung erwachsen kann, zeigen verschiedene Bücher zum Thema.

Wenn die Wiege leer bleibt

Wenn ein Kind im Mutterleib, bei der Geburt oder bald nach der Entbindung stirbt, bricht für die Eltern eine Welt zusammen. Sie haben sich auf neues Leben vorbereitet – nicht auf den Tod. Der medizinische Fortschritt täuscht nur allzu leicht darüber hinweg, dass jede Schwangerschaft Risiken birgt. Begriffe wie „Fehlgeburt“ und „Totgeburt“ lassen das Leid der betroffenen Eltern nicht einmal erahnen. Sie brauchen Beistand, doch schlägt ihnen nicht selten Gedankenlosigkeit entgegen, hinter der sich Hilflosigkeit verbirgt. Mütter und Väter, die um ihr Baby trauern, geraten auch deshalb häufig in eine tiefe Krise.

In dem Buch „Wenn die Wiege leer bleibt“ erzählen Eltern, wie sie diese Situation erlebten und wie sie Trost fanden. Für viele von ihnen ist es wichtig, dass sie ihr totes Kind in der Welt begrüßen konnten. Sie sind den medizinischen Betreuern und Bestattern dankbar, die ihnen die Gelegenheit boten, dies in der Zeit vor dem endgültigen Abschied zu tun. Ihr Beispiel macht Mut, die Trauer offen zu leben und den Abschied bewusst zu gestalten. Mit den Anregungen und praktischen Hinweisen ist dieses Buch eine Hilfe nicht nur für die Betroffenen und deren Angehörige, sondern auch für Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern und Bestatter, die trauernden Eltern beistehen wollen.