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Sind Bestatter Kulturwächter oder moderne Dienstleister? Sind die modernen Entwicklungen in der Bestattungsbranche noch mit unseren Vorstellungen von Pietät und Menschenwürde zu vereinbaren? Wie sollte die Kirche mit Verstorbenen umgehen, die aus der Kirche ausgetreten sind? Lassen sich Rituale einfach neu entwerfen? Was hat sich in der Bestattungsbranche in den letzten Jahren grundlegend verändert? Diese und andere Fragen werden in dem Buch „Bestattungskultur – Zukunft gestalten“ sachkundig von Vertretern aus Wissenschaft (Soziologie, Theologie, Psychologie), Kirchen sowie Berufsgruppen aus der Totenfürsorge diskutiert. Es stellt sich die Frage, ob der Tod eines Menschen eigentlich noch ein soziales
Ereignis ist. Die Bestattungskultur einer Gesellschaft ist ein sichtbares Zeichen
für den Umgang der Menschen mit Sterblichkeit und Trauer. Moderne Bestattungskultur
ist zugleich Spiegelbild und Folge menschlicher Lebensentwürfe unserer
Gesellschaft. Die Pole „Anonymität“ und „Individualisierung“ prägen
nicht nur das Leben, sondern auch das Sterben in unserer Zeit. Diese Entwicklung
bringen Bestattungsformen wie anonyme Rasengräber, so genannten Friedwaldbestattungen
oder auch Aschestreuwiesen zum Ausdruck. Als sinnentleert empfundene Konventionen
werden bei der Bestattung bewusst durch neue Formen des Abschieds ersetzt.
Handbemalte Särge, moderne Grabbeigaben und persönlich gestaltete
Rituale sind deutliche Zeichen für das menschliche Bedürfnis nach
einer individuellen Abschiednahme. Der Wandel im Umgang mit Sterben und Tod zwingt alle Berufsgruppen und Wissenschaftsdisziplinen, die mit diesen Themen zu tun haben, sich neu zu positionieren. Hier werden Zukunftsperspektiven dafür aufgezeigt. Das Buch wendet sich an Bestatter, Trauerpsychologen, Ärzte, Hospizmitarbeiter,
Theologen, Soziologen, Kulturhistoriker und all diejenigen, die sich für
den Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Die Preise verstehen sich zzgl. etwaiger Versandkosten
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