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+ BEFA 2010 bricht Besucherrekord   02.06.2010   PDF
+ Einmalige Ausstellung „Schwermut und Schönheit“ - Trauermode zwischen Demut und Eleganz   01.06.2010   PDF
+ Bestatter werben im Internet   12.04.2010   PDF
+ Öffentliches Sterberegister – Abzocker unterwegs   16.03.2010   PDF
+ Tote haben keine Wahl   09.03.2010   PDF

Ältere Meldungen finden Sie im Archiv.

 

BEFA 2010 bricht Besucherrekord
02.06.2010 - PDF-Version

Die BEFA, weltgrößte Bestattungsfachausstellung, konnte bei ihrer 13. Auflage einen neuen Besucherrekord verbuchen. Vom 13. bis 15. Mai 2010 informierten sich 10.200 Fachbesucher über die neuesten Trends und Produkte in der Bestattungsbranche.

Die Besucher zeigten sich von der besten BEFA aller Zeiten begeistert. Die Messe, die unter dem Motto „bunt: BEFA 2010“ angetreten war, zeigte, wie weit sich die Branche inzwischen von ihrem tristen Image fortbewegt hat. Im Mittelpunkt standen neben den klassischen Produkten der Zulieferer all jene Innovationen, die dem individuellen Abschied und der persönlichen Trauer Ausdruck verleihen.

Angesichts der hervorragenden Organisation und des großen Besucherstroms zeigten sich auch die ausstellenden Unternehmen auf der BEFA 2010 sehr zufrieden. Die Zahl der Kontakte und Messegeschäfte übertraf die höchsten Erwartungen der Aussteller. Zahlreiche namhafte Unternehmen haben ihr Kommen für die nächste BEFA im Jahr 2015 bereits angekündigt.

Als besonderer Hingucker der BEFA 2010 erwies sich die Ausstellung historischer Trauermode. Über 60 imposante Trauerkleider aus dem Museum of World Funeral Culture in Novosibirsk gaben der erfolgreichen Messe als kulturelles und optisches Highlight einen stilvollen Rahmen.

Kontakt:
BEFA Messegesellschaft mbH
Volmerswerther Str. 79
40221 Düsseldorf
Tel.: 0211- 160 08 17
Fax: 0211-160 08 60
E-Mail: info@befa2010.de

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Einmalige Ausstellung „Schwermut und Schönheit“ - Trauermode zwischen Demut und Eleganz
01.06.2010 - PDF-Version

Wie umwerfend schön Trauer sein kann, zeigt die ungewöhnliche Ausstellung „Schwermut und Schönheit – Trauerkleider aus dem World Funeral Museum Novosibirsk“ im Deutschen Textilmuseum Krefeld vom 6. Juni bis 22. August 2010. Gezeigt werden Trauerkleider, die nach Vorbildern aus ganz Europa angefertigt wurden. Der stillen Schwermut und schwarzen Demut steht die auffällige Eleganz und Pracht mancher Trauerkleider gegenüber, die die Trägerin nicht selten in geradezu unverfrorener Weise herausputzte. So schien allein das Kleid – beim Tode des Gatten etwa – die erneute Verfügbarkeit der schönen Witwe für den Heiratsmarkt diskret anzudeuten.

Die Kleider verdeutlichen aber nicht nur, dass Trauer und Verlustschmerz beim Tod eines geliebten Menschen für andere sichtbar getragen wurde. Sie machen auch bewusst, dass die Zeit bei der Trauer früher eine ganz andere Rolle gespielt hat. Von der Volltrauer über die Halbtrauer bis zur Abtrauer hat jede Phase ihre eigenen Formen und Farben hervorgebracht.

Dass die Kostüme nach historischen Vorbildern nachgeschneidert sind, tut der üppigen Pracht dieser Gewänder keinen Abbruch, zumal wertvolle Originale nicht verantwortungsvoll auf eine so große Reise hätten geschickt werden können.

Initiiert vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur in Düsseldorf, ermöglicht durch die Leihgaben des World Funeral Museum in Novosibirsk und zu sehen im Deutschen Textilmuseum in Krefeld sind erstmalig Trauerkleider, die einfach umwerfend schön sind und in Zeiten einer sich rasant verändernden Trauerkultur daran erinnern, dass Trauer einmal sichtbar war.

Zur Ausstellung ist die prachtvoll illustrierte Publikation „Schwermut und Schönheit – Als die Menschen Trauer trugen“ von Natascha N. Hoefer im Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes erschienen (Düsseldorf 2010, 260 S., 110 farb. Abb., während der Ausstellung 49 €).

Die Vernissage findet am 6.6.2010 um 11.00 Uhr im Deutschen Textilmuseum Krefeld statt.

Dr. Kerstin Gernig, Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V.
Prof. Dr. Brigitte Tietzel, Deutsches Textilmuseum Krefeld

Weitere Informationen:
www.schwermut-und-schoenheit.de

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Bestatter werben im Internet
12.04.2010 - PDF-Version

Der Bundesverband Deutscher Bestatter startet erstmals eine Online-Kampagne, um das Markenzeichen „Bestatter - vom Handwerk geprüft“ zu bewerben. Begleitet von Anzeigen und Plakatwerbung wird dem Verbraucher aufgezeigt, für welche Werte die Bestattungsinstitute mit Markenzeichen stehen.

Nach der TV-Kampagne im Jahr 2008 setzt der Bundesverband Deutscher Bestatter die Aufklärungsarbeit fort und wirbt auf ungewöhnlichem Weg für die Werte, für die das Markenzeichen steht: Qualität, Kompetenz, Zuverlässigkeit und Vertrauen.

Der Verbraucher hat durch das Markenzeichen die Möglichkeit, Bestattungsunternehmen zu erkennen, die den hohen persönlichen, fachlichen und betrieblichen Anforderungen genügen, um das gesetzlich geschützte Markenzeichen als Lizenz zu erhalten. 80% der Bestattungsunternehmen in Deutschland sind im Bundesverband Deutscher Bestatter organisiert. In mehr als 950 Unternehmen, die das Markenzeichen führen, sind zum Beispiel qualifizierte Mitarbeiter, 24h Erreichbarkeit oder auch transparente Preisgestaltung selbstverständlich. Sie sind aufgrund des hohen Anspruchs an die Dienstleistung zudem nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Dies ist der weltweit bekannteste Standard für Managementsysteme und Qualitätskontrolle. Zertifizierte Bestattungsunternehmen haben also ein entsprechendes Qualitätsmanagementsystem eingeführt und unterliegen einer ständigen Kontrolle durch geschulte Prüfer.

Bewusst geht der Bundesverband der Deutschen Bestatter in diesem Jahr auch neue Wege und nutzt das Internet, um seine Botschaft zu transportieren. Denn mit dem verstaubten Image der Branche von gestern möchte der Verband nichts zu tun haben. Die anspruchsvolle Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder sowie die regelmäßige Prüfung der Qualitätskriterien sollen sich auch im Image der Branche wieder finden.

Betriebe, die das Markenzeichen führen, verdienen das Vertrauen der Verbraucher, denn sie sorgen für das, was im Slogan der Imagekampagne beworben wird: Am Ende der Reise gut ankommen.

Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.
Dr. Rolf Lichtner / Dr. Kerstin Gernig
Volmerswerther Straße 79
40221 Düsseldorf

Tel.: 0211/16 00 8-10
E-Mail: lichtner@bestatter.de / gernig@bestatter.de
Internet: www.bestatter.de

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Öffentliches Sterberegister – Abzocker unterwegs
16.03.2010 - PDF-Version


In letzter Zeit werden wieder Angehörige von Verstorbenen angeschrieben und zur Zahlung einer Eintragungsgebühr in das „Öffentliche Sterberegister“ aufgefordert. Immerhin soll der stolze Betrag von 89,65 € mittels eines beigefügten Überweisungsträgers gezahlt werden. Unterzeichnet ist das Schreiben von einem „Peter Hoffmann“, der unter der Anschrift „Öffentliches Sterberegister, Postfach 21 10 03 in 67010 Ludwigshafen“ firmiert. Alle Nachforschungen dort verlaufen im Sande.

Der BDB rät Angehörigen, keinesfalls zu zahlen, sondern Anzeige bei der zuständigen Polizeibehörde oder Staatsanwaltschaft zu erstatten. Ein öffentliches Sterberegister existiert nach unseren Kenntnissen nicht. Zuständig für die Registrierung von Sterbefällen sind in Deutschland ausschließlich die Standesämter.

Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.
Dr. Rolf Lichtner


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Tote haben keine Wahl
09.03.2010 - PDF-Version

Tote haben keine Wahl
In Grevenbroich (NRW) werden mittellose Verstorbene, die keine Angehörigen haben, in Rheinland-Pfalz beigesetzt, wenn sie dieser Praxis zu Lebzeiten nicht schriftlich widersprochen haben. Doch wer weiß schon zu Lebzeiten um diese neu eingeführte Bestattungspraxis der Stadt? Der Grund für diese Entscheidung sind unter anderem die unterschiedlich hohen Kosten der Kremation und der Beisetzung in den einzelnen Bundesländern.
Der Bundesverband Deutscher Bestatter, der rund 80 % der Bestattungsunternehmen vertritt, sieht das Vorgehen der Kommune weder rechtlich noch ethisch gerechtfertigt. Es beweist einen unsensiblen, würde- und verantwortungslosen Umgang mit Verstorbenen, die Bürger der Kommune gewesen sind und sich gegen die postmortale Abschiebepraxis nicht mehr wehren können.
Gemeinden haben nicht nur in NRW, sondern im gesamten Bundesgebiet die Pflicht, Bestattungsplätze für ihre Bürger vorzuhalten. Als Träger von Friedhöfen sind Kommunen in der Verantwortung, diese Plätze für ihre Bürger auch zu nutzen. Leichentourismus aus Kostengründen darf für im Interesse der Öffentlichkeit Handelnde keine Alternative sein.
Welche Bedeutung hat eine Bestattung?
Die Bestattung ist bis heute ein die Würde des Menschen wahrender Akt der Barmherzigkeit. Menschen erbarmen sich ihrer verstorbenen Mitbürger. So wird ein Verstorbener ein letztes Mal gewaschen, gekämmt und neu bekleidet. Zugleich dient die Bestattung den Angehörigen, Nachbarn und Freunden dazu, vom Verstorbenen Abschied nehmen zu können. Dabei gemahnt jede Begegnung mit einem Verstorbenen an das Schicksal der Sterblichkeit, das jeden von uns erwartet.
Die Bedeutung der Abschiednahme und der Beisetzung wird durch ausschließlich kommerzielle Erwägungen zu einem Akt der Entsorgung degradiert. Wenn die Bürgermeisterin von Grevenbroich, Ursula Kwasny, sagt (WDR, Aktuelle Stunde, 8.3.2010), dass geprüft wurde, ob der Verstorbene keine Angehörigen und Freunde mehr hatte, wird einzig aus der Perspektive der Hinterbliebenen argumentiert. Doch was ist mit dem Verstorbenen selbst? Hier wird über einen Menschen verfügt, der nach seinem Tod anscheinend nur noch als zu entsorgende Materie wahrgenommen und behandelt wird.
Wer aus Kostengründen heute den langen Weg in ein anderes Bundesland zur Kremation und zur Beisetzung nicht scheut, wird in Zukunft auch in Erwägung ziehen, im kostengünstigeren Ausland beizusetzen. Als nächste Frage schließt sich an, warum die Asche überhaupt noch kostenpflichtig auf einem Friedhof beigesetzt werden muss.
Warum gibt es eine Beisetzungspflicht?
Die Bestattungspflicht und die ihr zugrunde liegenden gesetzlichen Regelungen wahren die Würde des Menschen. So wird die Würde des Verstorbenen durch das Ritual der Bestattung zum Ausdruck gebracht, indem ein Mensch nach seinem Tod nicht einfach entsorgt wird. Der Tod eines Menschen wird damit nicht nur als individuelles Schicksal erfahren, sondern auch als ein gesellschaftliches, indem ein öffentlich zugänglicher Ort der Erinnerung und der Trauer an dem Ort bleibt, an dem ein Mensch seine Lebensbezüge hatte.
Am Anfang und am Ende des Lebens, bei Geburt und Tod, als Kind und als gebrechlicher alter Mensch, sind wir aufeinander angewiesen und begeben uns in die Obhut unserer Mitmenschen, mit denen wir das Schicksal des Alterns und Sterbens teilen. Umso erschreckender ist es zu erfahren, dass diejenigen, denen das öffentliche Wohl durch Amt anvertraut wird, die Verantwortung dafür in einem solchen Fall ablehnen.

Dr. Rolf Lichtner
Bundesverband Deutscher Bestatter
Volmerswerther Str. 79
40221 Düsseldorf
Tel. 0211 – 160 08 10

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