Wie wird man Bestatter?
Nach der Gewerbeordnung reicht ein Gewerbeschein aus, um als Bestatter
tätig zu werden. Faktisch war dies schon immer unzureichend. In der
Praxis kann nur bestehen, wer eine solide Ausbildung und profundes Wissen
aufweisen kann. Doch wie erlernt und vertieft man die benötigten Kenntnisse
und Fertigkeiten, um ein erfolgreicher Bestatter / eine erfolgreiche Bestatterin
zu werden?
Mehr denn je ist eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung notwendig.
Hinterbliebene wünschen heute nicht mehr nur eine einfache Bestattung,
bei der der Verkauf eines Sarges im Mittelpunkt steht. Die Aufgaben eines
Bestatters haben sich geändert. So werden von einem Bestatter umfassende
Dienstleistungen in den Bereichen Beratung, Betreuung und Organisation
sowie detaillierte Kenntnisse rechtlicher, sozialer und fachlicher Belange
rund um Tod, Trauer und Bestattung erwartet. Die Bestattungsvorsorge
setzt Beratungs- und Betreuungskompetenz im Gespräch mit dem Vorsorgenden
voraus.
Mit der DIN EN 15017 – Bestattungsdienstleistungen – ist der „Stand
der Technik“ im Bestattungsgewerbe festgelegt. Die Anforderungen
an die Dienstleistungen bestimmen neben einer zukunftsorientierten
Berufsbilddefinition die Gestaltung und den Inhalt der Ausbildung.
Wer heute die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft oder die vom Fachverlag
des deutschen Bestattungsgewerbes angebotene Fortbildung und die anschließende
Prüfung bei den Handwerkskammern
erfolgreich durchläuft,
kann sicher sein, dass er den Anforderungen des Bestatterberufs auch
morgen gewachsen sein wird. Dabei
sind auch nach Erreichen der Berufsqualifikation berufsbegleitende
Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen Garanten für die Qualitätssicherung
im Bestattungsgewerbe.
|